Vorsichtsmaßnahme nach Fund in Northeim

Geflügelpest: Stallpflicht im Kreis Göttingen

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Blick auf Röhrchen mit Gewebeproben verendeter Vögel in einem Labor.

Landkreis Göttingen. Seit Dienstag, 27. Dezember, gilt für Geflügel im Landkreis Göttingen Stallpflicht. Der Grund: Im Landkreis Northeim sei die Geflügelpest nachgewiesen worden.

Das Virus namens "HPAI H5N8" wurde in einem Hausgeflügelbestand entdeckt. Als Schutzmaßnahme rief der Bereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz im Landkreis Göttingen sofort die Stallpflicht aus. Im Kreis Göttingen sei das Virus bisher nicht aufgetreten, es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, so Pressesprecher Ulrich Lottmann.

Das bedeutet: Sämtliches im Landkreis Göttingen gehaltenes Geflügel muss in geschlossenen Ställen gehalten werden. Das gelte für Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten, Gänse und Tauben. Die entsprechende Verfügung trat mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Die örtliche Nähe zum Kreis Northeim bedeute ein hohes Risiko des Erregereintrags in Geflügelbestände im Landkreis Göttingen. Deshalb sei die Stallpflicht notwendig, heißt es zur Erläuterung.

Verdacht auf Erkrankung ist meldepflichtig

Die Geflügelpest sei eine hochansteckende Viruserkrankung, die durch infizierte Wildvögel verbreitet wird. In Deutschland ist der Erreger seit dem 8. November nachgewiesen. In mehreren Bundesländern, darunter Niedersachsen, kam es seitdem auch zu Geflügelpestausbrüchen in Hausgeflügelbeständen.

Jeder Verdacht der Erkrankung von Geflügel im Landkreis Göttingen ist sofort zu melden unter der Telefonnummer 0551 525 7 2493.

Der Landkreis weist darauf hin, dass die Haltung von Geflügel grundsätzlich der zuständigen Behörde zu melden sei. Das gelte auch im Fall von hobbymäßiger Geflügelhaltung. Wer sein Geflügel bisher nicht gemeldet habe wird aufgefordert, dies unverzüglich nachzuholen.

Im Landkreis Göttingen ist der Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz für den Landkreis und die Stadt Göttingen die zuständige Behörde.

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