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Hann. Mündener sammeln Unterschriften gegen A7-Lärm

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Laubachs Ortsbürgermeister Christian Menz
Laubachs Ortsbürgermeister Christian Menz beim Abschicken der Unterschriften: 94 Prozent der Wahlberechtigten in Laubach fordern eine Verbesserung des Lärmschutzes mit Blick auf die Autobahn A 7. © Privat7nh

Laubach. Die Menschen im Hann. Mündener Ortsteil Laubach machen mobil gegen den Lärm von der A7 - mit einer Unterschriftenliste an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

„Wir haben sagenhafte 280 Unterschriften bekommen. Bei 299 Wahlberechtigten im betroffenen Bereich entspricht das fast 94 Prozent“, freut sich Ortsbürgermeister Christian Menz über das überwältigende Votum. Hintergrund für die Aktion sind gestiegene Verkehrszahlen auf der Autobahn. Etwa 80.000 Fahrzeuge würden täglich die Werra-Brücke nahe des Mündener Ortsteils passieren. 

Die Unterschriftensammlung hat der Ortsbürgermeister, die er zusammen mit einer kürzlich gegründeten Aktionsgruppe Lärmschutz organisiert hat, jetzt an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover geschickt. Ortsbürgermeister Menz und die Aktionsgruppe verbinden die Unterschriftenliste mit mehreren Forderungen:

Die Aktionsgruppe Lärmschutz hat unterdessen auch einen „renommierten und erfahrenen Anwalt“ eingeschaltet, so der Ortsbürgermeister. Er werde im Namen des Eigentümers der Gaststätte „Zum braunen Hirsch“ ein Musterverfahren eröffnen, in dem der Träger der Autobahn zu einer Überprüfung der Lärmsituation sowie einer Verbesserung des Lärmschutzes verpflichtet werden soll. 

Die Initiatoren und Unterstützer der Liste begründen ihre Forderung nach einem höheren Schutz mit der Steigerung der Verkehrszahlen auf der A7. Inzwischen würden rund 80.000 Fahrzeuge täglich die Werra-Brücke und die anliegenden Abschnitte passieren. Doch nicht nur der wesentlich massivere Verkehr führe zu Belastungen: Die Unterzeichner monieren, dass der Straßenbelag aufgeraut worden sei. 

Dazu kämen lärmintensive Fahrbahnstreifen statt Flüsterasphalt, die teilweise Anhebung der Höchstgeschwindigkeit, die Errichtung einer schallreflektierenden Glaswand auf der ortsabgewandten Seite der Autobahnbrücke sowie die Beseitigung von Bäumen aus dem früher dichten Wald. Der Lärm störe nicht nur die Kommunikation auf Terrassen und Balkonen und den Schlaf bei teilgeöffneten Fenstern, er gefährde langfristig die Gesundheit durch das Risiko der Erkrankung an Bluthochdruck und Herzkreislaufkrankheiten. Zudem mindere die Lärmbelastung den Wert der Laubacher Wohnimmobilien, monieren die Unterzeichner. In einem weiteren Schritt soll jetzt zusätzlicher Lärmschutz von der Deutschen Bahn eingefordert werden.

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