Vorstellung am 4. Februar im Kloster

Geistliches Zentrum Kloster Bursfelde begrüßt neuen Leiter

Bursfelde. Wer zum Kloster Bursfelde fährt, kommt in der Stille an.

Die ehemalige Benediktinerabtei liegt abseits größer Orte an der Weser in einer Ruhe, die einlädt den Ort hörend zu entdecken. Eine Erfahrung, die Klaus-Gerhard Reichenheim (55) seit gut drei Wochen macht.

Der bisherige Pfarrer einer Gemeinde im Kirchkreis Berlin-Spandau ist seit Anfang Januar neuer Leiter des Geistlichen Zentrums Kloster Bursfelde. „Ich bin dabei, den Ort für mich aufzunehmen“, sagt der Vater von vier Söhnen im Alter zwischen 12 und 21 Jahren. Zum „Hören, was am Ort klingt“, gehöre das Rauschen von Weser und Nieme, das Singen der Vögel und auch der Gesang aus der Klosterkirche.

Das imposante romanische Gotteshaus lenkt die Gedanken zurück in die Anfangszeit der vor 925 Jahren gegründeten Abtei, als dort Mönche nach der Regel Benedikts von Nursia (480 bis 547) arbeiteten, lebten und beteten.

Auch sie gehört für Reichenheim dazu, wenn man das Besondere Bursfeldes auf sich wirken lassen will.

Pastor Klaus-Gerhard Reichenheim

Das Geistliche Zentrum sei ein Ort, der die benediktinische Tradition aufnimmt und mit evangelischem Profil für die heutige Zeit fruchtbar macht.

Für ihn gehe es darum, so Reichenheim, „Menschen dabei anzuleiten, dass sie Zeiten des Rückzugs und zum persönlichen Lebensgespräch mit dem Dreieinigen Gott finden. Es ist mir ein Herzensanliegen, dass dieser Ort weiter ein geistlicher Ort bleibt, in dem Menschen die Liebe Gottes in ihrem Leben entdecken können.“

In Bursfelde habe er sich vom ersten Tag an wohlgefühlt, sagt Reichenheim mit Blick auf den Tag, als er sich das Geistliche Zentrum mit seiner Frau angesehen habe, mit dem Gedanken, sich dort auf die Leitungsstelle zu bewerben. Und das gilt sowohl für die „wunderbare“ Lage an der Weser, als auch für die Menschen, die dort arbeiten.

Noch lebt Reichenheim allein in Bursfelde, aber Anfang Februar rollen die Umzugswagen und seine Frau wird mit den beiden jüngsten Söhnen Samuel (14) und Benedikt (12) zu ihm ziehen.

Von Beruf ist seine Frau Krankenschwester und wird in einem Pflegeheim in der Region arbeiten.

Feierliche Amtseinführung

Klaus-Gerhard Reichenheim wird am Sonntag, 4. Februar, in einem Gottesdienst in der Klosterkirche in Bursfelde in seinen Dienst eingeführt. Beginn ist um 14.30 Uhr. Er tritt die Nachfolge von Klaus Dettke an, der zum 31. Dezember 2017 in den Ruhestand ging.

Das Geistliche Zentrum Kloster Bursfelde gehört zum Haus kirchlicher Dienste, das als übergemeindliche Einrichtung die Arbeit der Kirchengemeinden in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers unterstützt und mit Häusern wie Bursfelde auch ergänzt.

925 Jahre Kloster Bursfelde

Das Geistliche Zentrum Kloster Bursfelde hat in diesem Jahr doppelten Grund zu feiern. Das Geistliche Zentrum besteht seit 40 Jahren, das Kloster seit 925 Jahren. Am Wochenende 13. bis 15. Juli soll dies festlich begangen werden. Die ehemalige Benediktinerabtei wurde 1093 von Graf Heinrich dem Fetten von Northeim gegründet und mit Mönchen des Klosters Corvey besetzt. Heute gehört sie zum Haus kirchlicher Dienste, das als übergemeindliche Einrichtung die Arbeit der Kirchengemeinden in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers unterstützt und mit Häusern wie Bursfelde auch ergänzt. Eigentümerin ist die Klosterkammer Hannover. 

Weitere Informationen und das Jahresprogramm im Internet unter www.kloster-bursfelde.de

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