Blumengruß zur Kaffeezeit

Gemeindevertreter Dieter und Elke Kamm besuchen Senioren in Scheden

Dieter und Elke Kamm aus Scheden (von links) überreichen einen Blumengruß an Gudrun Schröder
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Besuch: Dieter und Elke Kamm aus Scheden (von links) überreichen einen Blumengruß an Gudrun Schröder aus Mielenhausen, die oft die Küsterhausgäste quer durch Mielenhausen einsammelt und zum Treffen fährt.

Seniorin Gudrun Schröder vermisst die regelmäßigen Treffen im Küsterhaus, die jetzt seit knapp einem Jahr aufgrund der verordneten Coronapause ruhen.

Scheden – „Hoffentlich treffen wir uns bald wieder, wenn die Coronazeit vorbei ist. Es ist so einsam geworden“, sagt Gudrun Schröder als Dieter und Elke Kamm von der Kirchengemeinde Scheden-Dankelshausen-Mielenhausen vor ihrer Tür stehen. Auch sie hat, wie alle Teilnehmer der „Küsterhaus Tafeley“ und „Kaffeezeit im Küsterhaus“, vom Orga-Team überraschend einen kleinen Blumengruß am Wochenende bekommen. Für all die Besucher waren diese Treffen ein fester Bestandteil eines Monats. An jedem zweiten Mittwoch im Monat trafen sie sich zur Kaffeezeit, die immer auch unter einem Motto stand.

Gerade wenn Vorträge anstanden, kamen zusätzliche Besucher aus Dransfeld und Hann. Münden. An jedem dritten Mittwoch des Monats lud das Orga-Team zur „Luther‘s Tafeley – Für Jung und Alt“ ein und hatte bis zum Corona-Stopp um die 50 wechselnde Teilnehmer aus allen Altersgruppen.

Das Wichtigste ist die Geselligkeit

„Natürlich telefoniere ich mit allen Teilnehmern und merke, dass es ihnen nicht gut geht“, erzählt Heike Ortgieß vom Orga-Team. Ihnen fehlten die Kontakte und die Gemeinschaft. „Das Essen ist immer gut, aber das Wichtigste ist den Besuchern die Geselligkeit.“ Die Organisatoren wollten den Teilnehmern eine kleine Freude machen und haben 50 Priemeln in der Gärtnerei bestellt, als Zeichen, dass sie nicht vergessen wurden.

Doch nur eben klingeln und abgeben habe nicht funktioniert. Dazu sei die Freude und Dankbarkeit der Beschenkten viel zu groß gewesen. „Es waren echte Emotionen, die uns da empfingen. Freude, Dankbarkeit aber auch spürbare Einsamkeit und vor Freude kullernde Tränchen. Wir wollten schenken und bekamen selbst ein berührendes Erlebnis“, so Ortgies. Auch Elke und Dieter Kamm, die in Mielenhausen die Blumen verteilten, erging es ähnlich.

Es war eine kleine Geste, eine kleine Blume, die übergeben wurde, die aber in Zeiten der momentanen Isolation vieler älterer Menschen als großes Symbol empfunden wurde. (Margitta Hild)

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