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Gemeinsam gärtnern: Integrativer Garten am Rattwerder in Hann. Münden geplant

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Von: Kira Müller

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Grundstücksübergabe für den integrativen Garten (von links) Pastor Ernst-Ulrich Göttges, Helferinnen Ute Krach, Ursula Zakikhany, Barbara Maas und Bürgermeister Tobias Dannenberg.
Grundstücksübergabe für den integrativen Garten (von links) Pastor Ernst-Ulrich Göttges, Helferinnen Ute Krach, Ursula Zakikhany, Barbara Maas und Bürgermeister Tobias Dannenberg. © Kira Müller

Ein Integrativer Garten ist auf dem Rattwerder beim Hochbad in Hann. Münden geplant. Das Grundstück wurde bereits übergeben; gestartet werden muss möglichst schnell.

Hann. Münden – Viel Regen erwartete die ehrenamtlichen Helfer des neuen Projektes „Integrativer Garten“ bei der Grundstücksübergabe am Rattwerder in Hann. Münden.

Dort soll ein internationaler Gemeinschaftsgarten (IGG) entstehen, bei dem jeder, der möchte, einen Teil des Gartens bewirtschaften kann. Ob ganze Beete oder nur kleinere Stücke – jeder ist herzlich eingeladen, zusammen zu gärtnern.

Regen verspreche gute Ernte im Herbst

Der Regen am Dienstag schien die Gartenliebhaber nicht zu stören: Es sei ein gutes Zeichen, wenn es bei der Eröffnung eines Gartens regnet – das verspreche eine gute Saat, die wächst und gedeiht und eine gute Ernte gebe, sagte Pastor Ernst-Ulrich Göttges von der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Münden.

Die Kirchengemeinde ist Träger des Projektes. Das Grundstück, auf dem der Garten geplant ist, wird vorerst drei Jahre lang von der Stadt für das Vorhaben zur Verfügung gestellt.

Wunsch entstand in der Bevölkerung – viele besitzen keinen eigenen Garten

Langfristig ist es aber das Ziel, dass der Garten zu einem eigenständigen Verein, dem IGG Münden, wird. „Wir sind froh, dass wir das Projekt von der städtischen Seite aus mit dem Grundstück unterstützen können“, sagt Bürgermeister Tobias Dannenberg. Die Idee entstand bereits vor zwei Jahren, erklärt Ute Krach, Mitarbeiterin der Flüchtlingsberatung Hann. Münden.

Es entstand in der Bevölkerung der Wunsch, sich draußen treffen zu können; vor allem von Menschen mit Migrationshintergrund, die keinen eigenen Garten besitzen, erklärt Krach.

Nach vielen Versuchen, ein passendes Grundstück für den integrativen Garten zu finden, führte alles zu dem am Rattwerder auf Höhe des Hochbades: Auf einer Fläche von 650 Quadratmetern gebe es genug Platz, Parkplätze sei vorhanden und Strom und Wasser bekämen die Gärtner von dem angrenzenden Nachbarschaftsgrundstück.

Auch ein Brunnen könne angedacht werden, das sei aber noch ein Plan für die Zukunft.

„Sonnenblumen sind ein Symbol des Gelingens und der Hoffnung“

Samen zum Säen haben die ehrenamtlichen Helferinnen direkt mitgebracht. „Erste Sonnenblumen sollen hier wachsen“, sagen sie. „Sonnenblumen sind ein Symbol des Sommers, des Gelingens und in dieser Zeit auch ein Symbol der Hoffnung“, erklärt Pastor Göttges die erste Blumenauswahl.

Wer mitgärtnern möchte, werde einen Mitmach-Vertrag unterschreiben müssen, wo auch ein jährlicher Beitrag festgesetzt sein wird, erklärt Mitinitiatorin Ursula Zakikhany.

„Das ist in einer gewissen Weise dann verpflichtender, sodass auch Gemeinschaftsarbeiten, wie Rasen mähen oder Hecke schneiden erfüllt werden“, sagt sie weiter.

Start muss jetzt sein, sonst gibt es keine Ernte

„Die Menschen in den Städten sind viel allein und haben keine Möglichkeit im Grünen zu sein“, sagt Ute Krach. Deswegen habe sie und die anderen fünf Helfer gedacht: „So etwas brauchen wir in Hann. Münden.“

Sobald wie möglich soll gestartet werden. Der 20 Meter lange Zaun zur Abgrenzung des Grundstückes ist schon bestellt und die ersten Beete sollen bald umgegraben werden. „Die Sä- und Pflanzzeit ist jetzt, also muss jetzt gesetzt werden, sonst haben wir im Herbst keine Ernte.“

Neben Pflanzbeeten werde es unter anderem auch Naschbeete, Obstbäume und vor allem auch Sitzmöglichkeiten geben.

Die ersten Spenden – Grabegabel und Spaten – kamen von der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde. Auch ein Sponsor für einige Obstbäume wurde bereits gefunden. (Kira Müller)

Kontakt

E-Mail: igg.hann.muenden@gmx.de oder bei Barbara Maas unter 05541/33094 oder bei Ursula Zakikhany unter 05541/32130.

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