Die Suche nach dem Schatz

Geocacher um Hann. Münden kämpfen um den Eintrag ins Logbuch 

+
Doppelagent Dr. Eisenbart: Er begrüßt nicht nur die Besucher Hann. Mündens, Dr. Eisenbart hütet auch Hinweise auf einen Geocache in der Stadt. Carina Brückner und ihre Hündin Sooky haben sie schon gefunden.

Hann. Münden. Sie laufen mit ihren Smartphones und GPS-Geräten über Stock und Stein, bei Tag und bei Nacht. Geocacher sind auf moderner Schnitzeljagd.

In und um Hann. Münden gibt es mit der zum Spiel gehörenden App (einer Smartphone-Anwendung) bereits über 1500 Strecken zu erkunden.

Finden

Die Mündenerin Carina Brückner hat in vier Jahren schon 880 solcher Strecken absolviert. „Geocaching ist wie eine Schatzsuche. Mithilfe von GPS finden die Spieler ans Ziel“, erklärt die Altenpflegerin. „GPS“ steht für „Globales Positionierungssystem, das über Satellitensignale die aktuelle Position des Empfangsgeräts ermitteln kann. Geocaching-Strecken unterscheiden sich in ihren Schwierigkeitsgraden, so Carina Brückner. Einfache Routen eigneten sich für Familien, schwerere könnten nur von Extremsportlern gemeistert werden.

„Mit der App kann man sehen, wo ein Cache, also ein Behälter mit einem Logbuch, ungefähr versteckt ist“, sagt die 32-Jährige. Dann suche man in der Nähe der angegebenen Koordinaten. „Oder man erhält einen Hinweis auf den Start und muss über eine Rätselsuche die Koordinaten für das Ziel selbst herausfinden.“ Es gäbe viele verschiedene solcher Aufgaben, auch welche, die nur bei Nacht zu lösen sind. „Geocaching spielt man auf eigene Gefahr“, mahnt Carina Brückner.

Verstecken

Die Löwenhägerin Martina Boßle hat einen Cache bei sich im Garten versteckt. Ihr Hobby Geocaching übt die 49-Jährige seit acht Jahren aus und besucht mehrmals im Jahr Cachertreffen in ganz Deutschland. Ihr Cache ist ein Vogelhäuschen. „Geocacher hinterlassen auch gerne Travelbugs. Das sind Gegenstände, die zu einem bestimmten Ort wandern sollen. Wenn jemand in die Richtung reist, kann er den Bug mitnehmen und zum gewünschten Cache bringen.“ 

Um ihren Cache der Sucher-Gemeinde anzubieten, musste sie ihn zunächst anmelden. Die Zentrale in den USA überprüft dann online, ob er weit genug vom nächsten entfernt liegt und eine Erlaubnis für das Betreten des Grundstücks vorliegt.

Erleben

„Mein Lieblings-Cache ist in Hann. Münden versteckt“, sagt Carina Brückner, „am Ziel kennzeichnet man mit einem Pfotenabdruck, dass man dort gewesen ist.“ Mit ihrer Hündin Sooky ist sie oft an der frischen Luft. „Am Geocaching gefällt mir, dass man von den normalen Wegen abweicht.“ Auf ihren Routen hat sie bereits alte Schutzbunker im Wald entdeckt oder fand Caches in Felsspalten, auf Bäumen und in Tunneln. „Mit Geocaching verändert sich der Blick auf die Heimat. Man nimmt seine Umgebung viel intensiver wahr, immer auf der Suche nach kleinen Besonderheiten.“

Im Vogelhaus: Martina Boßle aus Löwenhagen hat einen Geocache bei sich im Garten versteckt.

Geocaching in der Region

Infos zum Geocaching stellt die Deutsche Wanderjugend auf www.geocaching.de zur Verfügung. Zum Geocaching anmelden kann man sich auf www.geocaching.com. Es gibt kostenloses Suchen und Caches, die man nur mit einer kostenpflichtigen Premiumversion der App finden kann. Vom 3. bis zum 5. August lädt die Nordhessische Geocacher-Gemeinschaft zur Schatzsuche nach Kassel. Am 4. August werden in den Kasseler Messehallen 1 und 2 Workshops und Fachliteratur für Neueinsteiger und erfahrene Cacher angeboten. www.gc-grimm.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.