Klassenfahrten sollen wieder stattfinden

Gerichtsurteil zur Mehrarbeit: Grotefend-Gymnasium jubelt

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Das tat weh: Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hat vom OVG Lüneburg eine Ohrfeige bekommen.

Hann. Münden. Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg wurde am Grotefend-Gymnasium in Hann.Münden freudig aufgenommen. Das OVG hat die Mehrarbeit für Gymnasiallehrer gekippt.

Zufrieden: Heidrun Korsch. Archivfoto:  nh

Schulleiterin Heidrun Korsch sagte am Mittwoch gegenüber der HNA, sie begrüße das Urteil. Das Prinzip der Gleichberechtigung und Fürsorgepflicht sei mit der ursprünglich verordneten längeren Unterrichtsverpflichtung (von 23,5 auf 24.5 Wochenstunden) nicht berücksichtigt worden. Mit der Maßnahme von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) sollte, so Korsch, die „Bildungsoffensive des Landes finanziert werden“.

66 Lehrer 

Am Mündener Grotefend-Gymnasium unterrichten augenblicklich 66 Lehrer, es gibt ungefähr 800 Schüler. „Mit diesem Urteil wird nun für Gerechtigkeit gesorgt“, sagt Korsch. Sie und ihre Kollegen gehen nun davon aus, dass die Wochenstunden recht zügig wieder auf 23,5 reduziert werden. Es gehe aber auch darum, die im ganzen Schuljahr geleistete Mehrarbeit auszugleichen, entweder durch Überstundenabbau oder Auszahlung. Jetzt müssten zahlreiche neue Lehrer eingestellt werden, um das OVG-Urteil umsetzen zu können. In ganz Niedersachsen, so Korsch, wären das 740 Stellen. Die Einstellung von weiteren Lehrern sei auch wichtig, um G 9 wieder einzuführen und dieses in Ruhe vonstatten gehen zu lassen.

Wieder Klassenfahrten

Die Schulleiterin gehe davon aus, „dass jetzt auch wieder Klassenfahrten stattfinden“. Die Gymnasiallehrer hatten mit der Aussetzung von Klassenfahrten auf die Mehrarbeit reagiert. In den Klassen sechs und neun seien am Grotefend-Gymnasium in diesem Schuljahr die Klassenfahrten ausgefallen, sagt Korsch. Geplante Studien- und Austauschfahrten hätten hingegen stattgefunden.

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