Geschwister-Scholl-Haus ist jetzt Mehrgenerationenhaus

Geschwister-Scholl-Haus ist „Ein Wohnzimmer für alle in Hann. Münden“

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Haben die Ideen des Mehrgenerationenhauses vorgestellt: Gleichstellungsbeauftragte Julia Bytom (von links), Bürgermeister Harald Wegener, Elke Steden (Mitarbeiterin Kinder-und Jugendbüro), Martina Görtler (Stadtjugendring) und Hanna Schädel (Kinder- und Jugendbüro). 

Hann. Münden. Das Geschwister-Scholl-Haus in Hann. Münden ist in das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus aufgenommen worden. Bei einem ersten Informationsabend konnten interessierte Bürger und Mitarbeiter aus anderen sozialen Einrichtungen in Münden ihre Ideen und Wünsche einbringen.

Zu der Idee, ein Mehrgenerationenhaus als Anlaufstelle für Jung bis Alt zu schaffen, sei man schon früher gekommen, nun habe es beim vierten Anlauf auch geklappt, als eine von insgesamt 550 sozialen Einrichtungen bundesweit ins Förderungsprogramm des Bundesfamilienministeriums aufgenommen zu werden, so Elke Steden, Leiterin des Kinder- und Jugendbüros. Die Fördermittel in Höhe von 40.000 Euro im Jahr werden zum größten Teil vom Bund getragen, das Land Niedersachsen zahlt einen Anteil von 5000 Euro, ebenso wie die Stadt Hann. Münden. 

Insgesamt fünf Mitarbeiter des Kinder- und Jugendbüros, des Stadtjugendrings und der Stadt Hann. Münden haben seit Oktober 2016 an dem Projekt mitgewirkt und gemeinsam drei Schwerpunkte ausgearbeitet, die man schaffen und ausbauen könnte: „Kinderbetreuung gibt es bereits, aber noch nicht zu genügend Zeiten. Weiterhin wünschen wir uns eine mindestens dreiwöchige Ferienbetreuung für Kinder, die nicht in den Urlaub fahren können, aber deren Eltern vielleicht aufgrund des Berufs auch wenig Zeit haben. Als dritten Vorschlag möchten wir eine Ehrenamtsbörse ins Leben rufen, bei der sich jeder melden kann, der an der Mitarbeit interessiert oder auf Mithilfe angewiesen ist. So könnten zum Beispiel auch Babysitter oder Haushaltshilfen vermittelt werden und die Leute können sich bei uns zunächst kennenlernen“, sagt Elke Steden.

Gruppenarbeit: Bürger von Hann. Münden haben bei dem Infoabend Ideen für das Mehrgenerationenhaus zusammengetragen.

Vergünstigtes Mittagessen für Rentner und Schüler

Angebote für alle Generationen sind bereits vorhanden: Es gibt einen Mittagstisch, wo Schüler und Rentner vergünstigt Essen bekommen, einen Spiele- und Computerbereich, eine Fahrradwerkstatt, aber auch eine Seniorengruppe, einen offenen Treff und mehrere Beratungsstellen. Mit dem Projekt Mehrgenerationenhaus wolle man aber nun noch mehr schaffen – mehr Angebote, mehr Konzepte und mehr Ideen.

So könne man aktiv gegen die Probleme wie Altersarmut, Isolation, fehlende Integration und Intoleranz vorgehen. Die Ziele des Mehrgenerationenhauses seien eine rücksichtsvolle Gesellschaft, mehr Toleranz und auch Respekt der Jungen gegenüber der älteren Generation, all dies könne nur gelingen, wenn sich die verschiedenen Menschen annähern und alle zusammenarbeiten.

Auch die anwesenden Bürger haben sich während der Veranstaltung zusammengesetzt und viele Ideen zusammengetragen, wie zum Beispiel einen Fahrdienst aus den Ortsteilen, einen Bürger-Informationspunkt, der Hilfestellung bei bürokratischen Angelegenheiten gibt oder auch den Ausbau der Willkommensbesuche für Zugezogene, wie es sie bei Neugeborenen bereits gibt. 

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