Gute Nachfrage

Gestiegene Holzpreise helfen Stadtwald Hann. Münden

Axt steckt im Holz.
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Die Nachfrage nach Holz ist hoch (Symbolbild).

Der Mündener Stadtwald hat in der ersten Jahreshälfte 2021 von den gestiegenen Holzpreisen profitiert.

Hann. Münden - Die Nachfrage für Fichten- und Lärchenholz sei in der ersten Jahreshälfte sehr gut gewesen, die Preise deutlich gestiegen, beschrieb die Leiterin des Betriebs Stadtwald, Susanne Gohde, in ihrem Halbjahresbericht vor dem Umweltausschuss der Stadt. Im ersten Halbjahr sind demnach 5225 Festmeter Holz geschlagen worden.

Hann. Münden: Holzpreise beschehren dem Stadtwald ein Plus

Den größten Anteil habe dabei die Baumart Buche mit 50 Prozent ausgemacht. Die Fichte habe einen Anteil von 38 Prozent erreicht, Lärche sieben Prozent, Eiche drei Prozent sowie andere Laub- und Nadelhölzer zwei Prozent. Der Anteil des zwangsgenutzten Fichtenholzes habe sich zu 73 Prozent auf den Befall durch Borkenkäfer und zu 27 Prozent durch Windwürfe an Fichtenrestbeständen belaufen.

Das Halbjahresergebnis des Betriebs Stadtwald sei mit minus 100 000 Euro zwar negativ, allerdings ergebe sich nach der Verrechnung mit Rückstellungen in Höhe von 358 050 Euro ein ordentliches Teilergebnis von plus 258 050 Euro für das erste Halbjahr des Betriebs. Es müsse aber bedacht werden, dass wegen größer werdender Aufforstungsflächen von insgesamt 800 Hektar und damit 30 Prozent der Waldfläche weitere Rückstellungen aus anderen Fachbereichen gebildet werden müssten, da die Rückstellungen sonst zur Aufforstung des Waldes nicht ausreichen würden, so Gohde weiter.

Aufforstung von Holz mit Borkenkäferbefall

Das Hauptaugenmerk des Stadtwaldes liege weiter auf der Aufforstung von Holz mit Borkenkäferbefall und des Buchenschadholzes. Der Betrieb nutze alle Möglichkeiten von Förderungen und Spenden. Für die Herbst- und Winterpflanzungen seien Förderungen für 60 000 Bäume beantragt und genehmigt worden. Weitere 25 500 Bäume würden durch Spenden und mit städtischen Mitteln bis zum Jahresende gepflanzt. Wegen der anhaltenden Schäden durch Vitalitätsverluste der Rotbuche werde es weitere Zwangsnutzungen und Fällungen zur Verkehrssicherung im Revierteil Hedemünden geben, so Gohde. (Thomas Schlenz)

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