Beschimpfungen häufiger

Gewalt gegen Lehrer: Im Raum Münden ist kein Fall bekannt

Hann. Münden/Dransfeld/Staufenberg. Eine Umfrage des Lehrerverbands Bildung und Erziehung hat sich im Raum Münden nicht bestätigt.

Gewalt gegen Lehrer - dieses brisante Thema hat jetzt der Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE) in den Fokus der Öffentlichkeit gebracht. Jeder vierte Lehrer in Deutschland ist schon einmal Opfer psychischer Gewalt von Schülern gewesen, lautet die Kernnachricht.

Im Altkreis Münden scheint diesbezüglich die Welt noch in Ordnung. Zwar nennt Richard Lauenstein, Geschäftsführer des Landesverbands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), „unangemessenes Verhalten von Schülern“ einen Stressfaktor für Lehrer und erkennt eine „Veränderung zum Schlechteren“. Aber Fälle von körperlicher Gewalt gegen Lehrer sind in den vergangenen Jahren in der Region nicht angezeigt worden.

„Verbale Entgleisungen kommen schon mal vor“, sagt Karin Zimmermann-Geiger, stellvertretende GEW-Kreisvorsitzende aus Hann.Münden und selbst Lehrerin an den Berufsbildenden Schulen im Auefeld in Gimte. „Aber körperliche Gewalt gegen Lehrer ist mir nicht bekannt.“ In solchen Fällen würde auch „massiv vorgegangen und Anzeige erstattet“.

Der Vorsitzende des Stadtelternrates in Hann.Münden, Holger Sparbier, sagt: „Ich bin schon seit einigen Jahren dabei, Übergriffe auf Lehrer sind da noch nicht vorgekommen.“

Der Leiter der Förderschule im Auefeld, Bernhard Spiess, hat noch keine Fälle von körperlicher Gewalt an seiner Schule erlebt. Auch wenn Förderschullehrer ein „dickes Fell haben“, die „psychische Komponente“ spiele schon ab und an eine Rolle und bei „ständigen Redensarten unter der Gürtellinie seitens der Schüler fühlt man sich schon mal unwohl“, so Spiess: „Der Ton unter den Schülern verändert sich, und das nicht zum Positiven“.

Lehreropfer durch Schülergewalt, das sagt die Landkreisverwaltung, „sind hier auch nicht bekannt“.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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