Der Besinnungsweg in Gimte an der Radfahrerkirche  hat ein neues Thema

Gimte: Mit starken Frauen der Kirche

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Mit vollem Einsatz: Bärbel König-Dreyer (von links), Jutta Koch, Pastor Matthias Lüskow, Gisela Kopf und Edith Breul kümmern sich regelmäßig um den Kirchenpark mit Besinnungsweg.  

„Starke Frauen in der Kirche“, ist das diesjährige Thema des Besinnungsweges in Gimte. 

Jedes Jahr werden die acht Schiefertafeln am Besinnungsweg verteilt, mit Texten, Zitaten und Sprüchen zu einem speziellen Thema beschriftet.  „Ich kümmere mich nie um Menschenscharen, sondern nur um eine Person. Würde ich die Scharen ansehen, würde ich nie beginnen“. Dieser Spruch von Mutter Teresa ist auf Tafel Nummer sieben des Besinnungsweges im Kirchenpark der Gimter Marienkirche zu lesen.

„Jedes Geschöpf ist mit einem anderen verbunden, und jedes Wesen wird durch ein anderes gehalten“ (Hildegard von Bingen). Dies regt auf Tafel drei zum Nachdenken an. Und auf Tafel vier stammt der Vorschlag von Theresa von Avila: „Tu deinem Leib des Öfteren etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“

Der Besinnungsweg mit in den Weg eingearbeiteten christlichen Symbolen und liebevoll bepflanzten alten Steintrögen ist für jedermann zugänglich. Nicht nur die beschrifteten Tafeln laden zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken ein, der Park, der sich direkt am Weserradweg befindet, ist für Radler, Wanderer und Spaziergänger eine Oase der Ruhe und bietet Platz zum Entspannen. Besucher können am Steintisch sitzen und Picknick machen oder durch den Garten schlendern.

Vor 13 Jahren (2006) hat der Ausschuss „Offene Kirche“ in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen, Unternehmen und vielen Helfern den Kirchenpark mit dem Besinnungsweg angelegt. Die Gestaltung und Planung hat die Arbeitsgemeinschaft (AG) Offene Kirche übernommen. Seit im Jahr 2002 die Marienkirche zur verlässlich geöffneten Kirche erklärt (April bis Oktober und im Advent) wurde, gibt es die AG mit Jutta Koch, Bärbel König-Dreyer, Gisela Kopf, Edith Breul und Pastor Matthias Lüskow.

„Wir betreuen nicht nur den Kirchenpark mit Besinnungsweg, sondern haben auch die Gestaltung des Vorraumes der Kirche und die Versorgung der Kirchenbesucher mit Informationsmaterial übernommen“, sagt dazu Jutta Koch. Die Auszeichnung der Gimter Kirche als Radwegekirche im Jahr 2008 geht ebenfalls auf die Initiative der AG Offene Kirche zurück. 

Offene Radfahrerkirche

Radfahrer können das verlässlich geöffnete Gotteshaus als Rastplatz für Leib, Seele und Geist nutzen. Jeden Tag um 18 Uhr läuten die Abendglocken zum Gebet. Außerdem finden Interessierte Informationen zum Weser-Radweg, zur Kirche und zur Region. Draußen vor der Kirchentür können Radfahrende sich am Trinkwasserbrunnen bedienen und ihre Wasserflaschen mit Trinkwasser (Leitungswasser) auffüllen. Luftpumpe und Fahrradflickzeug stehen ebenfalls zur Verfügung.

 Dass die offene Kirche sehr gut ankommt, zeigen die vielen Einträge im Gästebuch von Menschen aus allen Teilen Deutschlands. „Ein sehr schöner und besinnlicher Ort für alle Menschen“, „Danke für die offene Kirche und den Luftpumpen-Service mit Manometer“, „was für eine nette Kirche in der man sich willkommen fühlt“, „ein schöner Ort, um in den Tag mit einer langen Radtour zu starten“, ist dort zu lesen. Im Jahr sind es um die tausend Fahrradfahrer, die die offene Kirche für eine Pause nutzen“, berichtet Pastor Matthias Lüskow.

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