Rückhaltebecken ist zugewachsen

Wenn der Starkregen kommt: Die Angst vor dem Wasser im Keller

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Wasser auf dem Grundstück: Das Foto, aufgenommen von einem Anwohner, entstand beim jüngsten Starkregen. Die Gimter Bürger fordern Hilfe von der Stadtverwaltung, damit bei Niederschlägen nicht ihre Keller volllaufen. 

Gimte. „Wenn Starkregen ist, traut sich von uns keiner aus dem Haus", sagt Tina Gutheil, die mit ihrer Familie am Ende des Petersweges in Gimte wohnt.

"Weil wir Angst haben, dass die Keller wieder voll laufen." Damit spricht sie nicht nur für sich, sondern für alle Anwohner, die im Haarfeld, im Petersweg und der Volkmarshäuser Straße ein Haus in Bachnähe besitzen. Die jüngsten Unwetter richteten erheblichen Schaden an.

Ablauf des Rückhaltebeckens mit Algen zugewachsen: Ortsbürgermeister Peter Katzwinkel (links) zeigt einen der Missstände. Das Foto zeigt ihn mit einigen der betroffenen Anwohner, das sind Thorsten und Karsten Lotze, Thomas Schreiber, Tina Gutheil und Martina Schreiber (von links) sowie einige Kinder.

Die Betroffenen mussten nach den Regenfällen in den vergangenen Wochen zweimal ihre Keller und Garagen von der Feuerwehr leer pumpen lassen, oder sie haben selber Hand angelegt. „Hätte ich auf die Schnelle keinen Wall gebaut, wäre das Wasser ungehindert in unseren Keller gelaufen, so wie vor acht Jahren“, sagt Thorsten Lotze.

Alle Betroffenen sind der Meinung: „Das kann so nicht weiter gehen.“ Nun haben sie Ortsbürgermeister Peter Katzwinkel um Hilfe gebeten. Zusammen mit dem Ortsrat befasst er sich schon seit Jahren mit dem Problem.

Zugewuchert

Grund für die Wasserschäden: Der Graben, der vom Bereich Auefeld in nördliche Richtung kurz vor der Unterführung nahe der Gemarkungsgrenze Gimte/Volkmarshausen in den Thielebach führt, ist zugewuchert. Der Überlauf des Regenrückhaltebeckens eines ansässigen Unternehmens führt vom Ende des Peterswegs auch in den Graben, was die Situation bei starken Regenfällen noch verschlimmert. Algen- und Blütenanschwemmungen verursachen eine zusätzliche Verstopfung der Unterrohrungen.

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