Glas-Spezialist investiert 8 Mio. in Hann. Münden

Glas aus Gimter Produktion: Das Foto zeigt Wirtschaftsminister Olaf Lies (links) und Landtagsabgeordneten Ronald Schminke bei der Betriebsbesichtigung zusammen mit den Inhabern der Firma isophon glas GmbH, Silvia Bold, Torsten Bold und Seniorchef Dieter Bold. Foto: Krischmann

Hann.Münden. Die Firma isophon glas in Gimte steckt acht Mio. Euro in die Erweiterung des Betriebs und in neue Technologie. Das Land Niedersachsen gibt dazu rund eine Mio. Euro Zuschuss.

Wer bei der Firma isophon glas GmbH in Gimte arbeitet, hat Durchblick. Meterhohe Scheiben sind in der Produktionshalle zu sehen, Glas in allen Stärken, speziell bearbeitet für die Kundschaft. Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) besichtigte am Donnerstagnachmittag, begleitet vom Mündener Landtagsabgeordneten Ronald Schminke (SPD), den familiengeführten mittelständischen Betrieb.

Die Unternehmerfamilie - Torsten Bold und seine Frau Sylvia Bold sowie Seniorchef Dieter Bold und seine Frau Dorothea Bold - investiert rund acht Millionen Euro. Das Land Niedersachsen fördert die Investition mit zwölf Prozent der Investitionskosten, also rund eine Million Euro, worüber die Inhaber des Betriebs sehr froh sind. Wie Torsten Bold bei dem Rundgang durch die Fertigungshalle erläuterte, werde mit den acht Mio. Euro unter anderem die Herstellung weiter automatisiert und das Lager vergrößert. Mit dem Einsatz einer Roboteranlage, die bald geliefert werde, könne isophon glas die Produktivität um 30 Prozent steigern und sich so gegenüber Billigprodukten weiter absetzen.

Zurzeit beschäftige das Unternehmen rund 100 Mitarbeiter, sagte Seniorchef Dieter Bold. Wenn die Investitionen getätigt sind, würden dadurch 20 bis 25 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. isophon glas bildet auch regelmäßig aus für den Beruf des Flachglasmechanikers.

Minister Lies sah sich nach dem Rundgang in seiner Entscheidung bestätigt, dem Gimter Betrieb die Zusage zu der Förderung zu geben. Das Land gebe mit dem Zuschuss nur einen Anstoß für eine viel größere Investition, für die die Unternehmerfamilie das Risiko trage. Davor ziehe er den Hut. Er sei froh, dass er sich ein Bild von der innovativen Produktion habe machen können.

Ronald Schminke, der sich beim Wirtschaftsminister für isophon glas eingesetzt hatte, wies darauf hin, dass es nicht leicht gewesen sei, den Zuschuss zu erhalten. Dass es geklappt hat, dafür danke er den Wirtschaftsförderern Detlev Barth von der Wirtschaftsförderung Region Göttingen sowie Rolf Bilstein von der städtischen Wirtschaftsförderung WWS in Münden. Unternehmer Torsten Bold sagte, ohne die Unterstützung Ronald Schminkes und der Wirtschaftsförderer hätte es mit der Förderung nicht funktioniert.

So aber wird isophon glas seine Position im hartumkämpften Markt festigen. Die Gimter haben sich, wie Torsten Bold erläuterte, beispielsweise mit der Gestaltung des Glases mittels Lasertechnik eine starke Stellung im Markt aufgebaut. Eine weitere Spezialität sei die Herstellung von schusssicherem Glas. (kri)

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