Hilfsangebot Richtung Stadt Göttingen

Göttingen: Landkreis unterstützt Stadt bei der Aufnahme von Flüchtlingen

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Noch genügend Platz für Neuankömmlinge: Udo Hahne, Projektleiter der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB), in einem Zimmer der Flüchtlingsunterkunft in Neumünden. 

Hann. Münden/Landkreis Göttingen. Der Landkreis Göttingen will der Stadt Göttingen bei der Aufnahme von Flüchtlingen helfen. Konkret sollen 50 Flüchtlinge aufgenommen werden.

Der Landkreis Göttingen ist bereit, der Stadt Göttingen bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu helfen. Der Sozialausschuss des Landkreises empfahl in seiner Sitzung am Mittwoch dem Kreistag einstimmig, einer Vereinbarung zwischen Kreis und Stadt Göttingen sowie dem Land Niedersachsen zuzustimmen. Das teilte der Ausschussvorsitzende, Dr. Andreas Philippi (SPD), mit. Die Vereinbarung sieht vor, dass der Landkreis voraussichtlich ab 1. September 50 Flüchtlinge aufnimmt, die an sich die Unistadt unterbringen müsste.

Zur Begründung heißt es in der Vorlage der Kreisverwaltung, Stadt und Kreis Göttingen hätten sich bereits 2016 dazu entschlossen, gemeinsam die Herausforderung der Flüchtlingsunterbringung zu bewältigen.

Unterkunft in Münden

Für die Aufnahme der Personen stehe im Landkreis Göttingen, insbesondere in der Unterkunft in Hann. Münden (Haus der Nationen), ausreichend Wohnraum zur Verfügung. Im früheren Gartenhaus des einstigen Krankenhauses in Neumünden sind noch sechs Zimmer frei, sagt Udo Hahne, Projektleiter der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB), die die Flüchtlinge betreut. Vier Zimmer in diesem Gebäude seien derzeit belegt. Weitere 100 Flüchtlinge könnten in dem Winkelbau, der derzeit umgebaut wird, ab dem Spätherbst untergebracht werden.

Die Kosten für die Unterbringung der 50 Flüchtlinge – voraussichtlich vom 1. September bis 31. Dezember 2017 - würden den Kreishaushalt mit rund 270 000 Euro belasten.

Diesen Ausgaben, so die Verwaltung, stehe die Kostenerstattungspauschale des Landes gegenüber. Diese betrage zurzeit 10 000 Euro pro Flüchtling und werde unabhängig von der Dauer der Unterbringung in voller Höhe gezahlt. Für die Unterbringung der 50 Flüchtlinge erhalte der Landkreis somit Einnahmen von rund 500 000 Euro. Allerdings würde das Geld erst 2018 fließen, heißt es in der Vorlage der Kreisverwaltung. Die kommunalen Spitzenverbände fordern aber eine höhere Pauschale. Zurzeit verhandeln die kommunalen Spitzenverbände mit dem Land darüber.

Da der Landkreis im vorigen Jahr über die Verteilquote hinaus Flüchtlinge aufgenommen hatte, hatte die Landesaufnahmebehörde für 2017 eine Verteilquote für den Landkreis von 77 Flüchtlingen errechnet.

Das heißt: Der Kreis hat in diesem Jahr 77 Flüchtlinge aufzunehmen. Da inzwischen bereits Flüchtlinge in den Unterkünften aufgenommen wurden, darunter auch unbegleitete minderjährige Ausländer, betrug die Verteilquote zum 9. Mai 27 Flüchtlinge. 

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