Zuschauer ließen die Musiker nicht gehen

Göttinger Orchester durfte erst nach Zugaben von der Bühne

+
Neujahrskonzert: Seit Jahrzehnten präsentiert das Göttinger Symphonieorchester i mmer zu Jahresbeginn unbeschwerte, heitere Klänge, die das Publikum berühren und mit Freude und Optimismus auf das neue Jahr einstimmen.

Hann. Münden. Von Budapest nach Wien ließen sich 860 Besucher des Neujahrskonzertes in der Weserberglandhalle vom Göttinger Symphonieorchester (GSO) am Samstag entführen.

Auf dem Programm standen überwiegend Werke von Johann Strauss, Sohn. Aber auch Kompositionen von Johannes Brahms, Camille Saint-Saens, Hector Berlioz und Pablo de Sarasate waren dabei. Vor der Donaureise begrüßte Sparkassendirektor Thomas Scheffler die Gäste und sagte mit Blick auf die zurückliegenden Fusionsdiskussionen: „Nun geht die kleine Sparkasse Münden unverändert selbstbewusst, zuversichtlich und gemeinsam mit ihren Kunden in die Zukunft.“ Es schien, als ob der darauf folgende Ungarische Tanz von Joannes Brahms das Gesagte unterstrich.

Mit der Ouvertüre zur Operette „Der Zigeunerbaron“, dem Csárdás aus der Operette „Die Fledermaus“, der „Donner und Blitz Polka“ und dem „Frühlingsstimmenwalzer“ erlagen die Konzertbesucher der Faszination der Strauss’schen Musik.

Solistin Anne Luisa Kramb verzauberte an der Violine

Frühlingsflair vermittelte nicht nur der Walzer, sondern auch der bunte Frühlingsblumenschmuck, für den das Blumenhaus Wenzel gesorgt hat.

Großen Respekt zollte das Publikum der Solistin Anne Luisa Kramb, die ihre Violine technisch perfekt im Griff hatte. Sie glänzte mit gefühlvollen Stücken, unterstützt durch klangvolle Raffinessen und das ohne Noten. Die Gäste legten aber auch ein großes Augenmerk auf den Gastdirigenten Tobias Wögerer (27) aus Linz, der das GSO durch die Neujahrskonzerte leitet. Denn der neue Chefdirigent Nicholas Milton ist noch anderweitig gebunden.

Wögerer beeindruckte mit seinem ausgezeichneten Takt-Gefühl, die Musiker lenkte er präzise, allerdings ohne dass die Spielfreude darunter litt.

Die Zuschauer bekamen eine weltbekannte Zugabe

Die Besucher spürten die Harmonie zwischen Orchester und Dirigenten. Zusätzlich führte Wögerer mit Fachwissen und Charme durch das Programm.

Nicht endender Applaus entlockte dem Orchester zwei Zugaben. Mit geballter Orchesterkraft präsentierten die Musiker die wohl berühmteste Zugabe der Welt, „An der schönen blauen Donau“. Und ohne den „Radetzky-Marsch“, durfte das GSO auch in diesem Jahr die Halle nicht verlassen. Als Gastgeber freuten sich die Sparkasse und der Kulturring über so großen Zuspruch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.