Impfstoff mit vier Komponenten empfohlen

Die Grippewelle kommt: Kreis bisher verschont

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Hann.Münden/Staufenberg/Dransfeld. Die Grippeviren sind im Umlauf: Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes sind in Niedersachsen bereits vereinzelt Grippemeldungen aufgetreten.

Im Landkreis Göttingen gab es in diesem Winter bisher noch keine Erkrankungen, wie das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen mitteilt. 195 Fälle waren es 2016/2017.

Erwartungsgemäß beginnt die Grippesaison Ende Dezember und Januar und kann bis April andauern. Im vergangenen Jahr brach die Grippewelle allerdings schon Mitte Dezember aus.

Gegen Grippeviren wurde lange Zeit ein Impfstoff mit einer dreifachen Wirkung eingesetzt, obwohl ein Präparat mit zusätzlichem Schutz verfügbar war. Nun hat die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut beschlossen, künftig den Impfstoff mit vier Komponenten zu empfehlen, teilt das Institut mit.

Von Bedeutung ist die Entscheidung deshalb, weil Krankenkassen bisher nur die Kosten für die Standard-Impfung mit dem Dreifach-Stoff übernommen hatten. „Dabei ging es ums Geld“, erläutert Dr. Achim Echtermeyer, Sprecher der niedergelassenen Ärzte in Hann. Münden. Denn zwischen Herstellern und Krankenkassen bestünden Rabatt-Verträge über den günstigeren Dreifach-Stoff. Wünschte ein Patient den zusätzlichen Schutz, musste der Arzt die Verordnung des Präparates ausdrücklich begründen.

Ob der Vierfach-Impfstoff einen besseren Schutz vor Grippe bietet, war lange umstritten. Denn der Unterschied zwischen den Präparaten ist nicht groß. Das Vierer-Serum wirkt allerdings, verglichen mit dem Wirkstoff mit drei Komponenten, gegen einen zusätzlichen Virenstamm. „Wir sehen den Vorteil des Vierfach-Impfstoffes mittlerweile als erwiesen an“, sagt Susanne Glasmacher, Sprecherin des Robert Koch-Institutes. 

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