Viele Polizeibeamte im Einsatz

SEK-Einsatz in Münden beendet: Jugendlicher stellte sich

Hann. Münden. Die Fahndung nach einem minderjährigen unbegleiteten Flüchtling am Sonntag in Hann. Münden ist beendet: Der Jugendliche hat sich selbst der Polizei gestellt.

Diese hatte stundenlang nach dem 17-Jährigen aus Marokko gesucht, nachdem sie erfahren hatte, dass er Selbstmord begehen wolle.

Aktualisiert um 18.31 Uhr

Wegen der Hintergrundgeschichte des Jugendlichen sei nicht klar gewesen, ob er nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere eine Gefahr darstelle, so Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Daher war ein Spezial-Einsatz-Kommando (SEK) aus Hannover nach Hann. Münden gekommen. Das Auftreten dieser Beamten in Schutzkleidung und mit Ramme hatte in der Stadt Aufsehen erregt.

"Der Junge befand sich im Ausnahmezustand", so die Pressesprecherin. In solchen Fällen lasse die Polizei besondere Vorsicht walten und wappnet sich für alle Eventualitäten. Die Beamten des SEK wüssten beispielsweise nicht, was sie hinter einer Tür, hinter der der Gesuchte vermutet wird, erwartet. Der Umstand, dass es sich um einen jugendlichen Flüchtling handelte, habe die Sensibilität erhöht. Aber auch bei einem Deutschen mit ähnlich schwieriger Hintergrundgeschichte wäre man so vorgegangen.

Die Polizei hatte die Unterkunft in der ehemaligen Kaserne sowie eine Wohnung in der Bahnhofstraße in Hann. Münden durchsucht.

Auch am Sonntagnachmittag lautete die Aussage von Seiten der Polizei: Es gebe keinen Hinweis auf einen religiösen oder politischen Hintergrund. Der Jugendliche hatte privat Probleme. In einem Telefonat mit seiner Familie habe er angekündigt, sich umbringen zu wollen.

Hilfe bei Suizid-Gedanken

Es gibt zahlreiche Stellen, an die Sie sich wenden können, sollten Sie Probleme haben und/oder über Suizid nachdenken, so zum Beispiel die Telefonseelsorge, telefonisch unter 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 zu erreichen (kostenlos), oder die Gesellschaft für Suizidprävention.

Rubriklistenbild: © dpa

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