Polizei-Sicherheitsbericht 2020

Hann. Münden: Rückblick auf Großbrand und A7-Unfälle

Die Ermittlungen zur Ursache des Brandes in der Rosenstraße in Hann. Münden werden im Sicherheitsbericht besonders hervorgehoben. Archiv
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Die Ermittlungen zur Ursache des Brandes in der Rosenstraße in Hann. Münden werden im Sicherheitsbericht besonders hervorgehoben. Archiv

Schwerpunkte des Polizeiberichte 2020 für die Region Göttingen sind die schweren Unfälle auf der A7 im Raum Staufenberg im vergangenen Jahr und der Brand in der Rosenstraße in Hann. Münden.

Hann. Münden/Göttingen – „Verheerende Unfälle“ auf der Autobahn 7 im Raum Hann. Münden/Lutterberg in Fahrtrichtung Kassel und der Großbrand in der Rosenstraße in Hann. Münden gehörten 2020 zu den besonderen Herausforderungen für die Polizei in der Region. Das geht aus dem Sicherheitsbericht 2020 der Polizeidirektion Göttingen für die Stadt und den Landkreis Göttingen hervor.

Mit dieser Dokumentation informiert sie über ihre Arbeit im vergangenen Jahr und gibt auch eine Übersicht über die Zahl der Unfälle und Straftaten.

Laut Bericht ist 2020 die Zahl der Verkehrsunfälle deutlich gesunken, aber es gab ein Problem auf der A7 Richtung Süden vor allem zwischen der Anschlussstelle Lutterberg und Kassel. Eine Baustelle im Raum Kassel war der Grund, dass es von Ende 2019 bis ins Jahr 2020 hinein immer wieder zu langen Staus und schweren Verkehrsunfällen mit Toten und Verletzten vor allem am Stauende mit Lastwagen kam.

Laut Sicherheitsbericht waren es zusätzliche Sicherungsmaßnahmen wie eine Stauwarnanlage, aufgestellt im März, verstärkte Geschwindigkeitskontrollen sowie der geringer werdende Lkw-Verkehr durch Corona, die dazu geführt haben, dass es im Verlauf des Jahres keine schweren Unfälle an Stauenden mehr gab. Zu den Vorkehrungen habe zudem eine „offensive Medienarbeit“ über die Kontrollen gehört. Auch unsere Zeitung hat intensiv über die Unfälle sowie die Staus und die Folgen auf den Umleitungsstrecken in der Region berichtet.

Bei Geschwindigkeitskontrollen waren es auch immer wieder Lkw-Fahrer, die auffielen. Die Polizei sprach von erschreckend hohen Zahlen und verstärkte Ende Februar/Anfang März die Verkehrskontrollen, auch um Präsenz zu zeigen. „Lkw-Fahrer müssen wissen, dass in Südniedersachsen stark kontrolliert wird“, sagte Matthias Rink, Leiter der Autobahnpolizei Göttingen, Anfang März im Gespräch mit unserer Zeitung.

Um im November 2020 die Ursache des Großbrandes in der Rosenstraße von Hann. Münden zu klären, richtete der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes aus Göttingen eine Sonderkommission beim Polizeikommissariat Hann. Münden ein. Zu ihrer Arbeit berichteten wir damals, dass sie auch dazu aufrief, ihr Fotos und Videos zukommen zu lassen, die den Ausbruch und das Fortschreiten des Brandes dokumentieren. Bei den Ermittlungen an der Brandstelle setzten die Beamten auch einen Brandmittelspürhund der Polizeidirektion Göttingen ein. „Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung haben sich im Rahmen der Ermittlungen nicht ergeben“, heißt es im Sicherheitsbericht. Die Polizei geht von einem technischen Defekt aus. Neben regionalen Aspekten geht es in der Dokumentation auch um Themen, die den gesamten Raum der Polizeidirektion Göttingen „zwischen Hoya im Norden, Hann. Münden im Süden, Uchte im Westen und Walkenried im Osten“ betreffen. Zentrales Thema sei die Corona-Krise. Der Bericht gebe Antworten auf Fragen wie: „Wie haben die Dienststellen im Bereich der Polizeidirektion Göttingen ihre alltäglichen Abläufe neu sortiert? Wie ist es gelungen, einerseits die Einsatzfähigkeit aufrecht zu erhalten und andererseits den vielfältigen Aufgaben uneingeschränkt nachzukommen?“ Und: „Wie hat sich die Pandemie auf das Kriminalitätsgeschehen im Bereich der Polizeidirektion Göttingen ausgewirkt?“

So ist etwa im Bereich der Polizeiinspektion Göttingen das Kriminalitätsaufkommen mit 20 320 Straftaten leicht gesunken.

Info: Der Sicherheitsbericht ist für alle einsehbar und unter dem Link fcld.ly/sb2020 auf der Homepage der Polizeidirektion Göttingen zu finden. (Ekkehard Maass)

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