1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

Große Andrang an den Tankstellen im Altkreis bleibt aus

Erstellt:

Von: Amir Selim, Jens Döll, Margitta Hild

Kommentare

Rasthof Lutterberg: Tankstelle mit einigen Fahrzeugen. Daneben stehen ein paar Lkws.
Rasthof Lutterberg: Hier gab es keinen besonderen Andrang am Mittwochmorgen. Vor allem Lastwagen und Transporter tanken dort. © Jens Döll

Seit dem 1. Juni gilt der sogenannte Tankrabatt, der in Folge der gestiegenen Spritpreise von der Bundesregierung beschlossen wurde. Zu einem großen Ansturm kam es bisher nicht.

Altkreis Münden – Laut ADAC könnte der Preis für Benzin da mit bis zu 35 Cent je Liter billiger werden, Diesel bis zu 17 Cent. Wir haben uns im Altkreis Münden bei Tankstellenbetreibern und Autofahrern umgehört: Gab es den großen Ansturm wegen der gesunkenen Preise? Und was sagen Autofahrer zur neuen Situation?

Hann. Münden

Die Preistafel an der Oil!-Tankstelle in Münden
Die Preise an der Oil!-Tankstelle in Münden sind am Mittwoch gesunken. © privat

An der Oil-Tankstelle gebe es mehr Kunden, sagt Geschäftsführer Matthias Wagner. Das sei jedoch erwartet worden. „Es war ja bekannt“ , sagt Wagner über die Preissenkung. Während der Liter Super E10 am Dienstagabend noch 2,13 Euro kostete, waren es am Mittwochmittag 1,83 Euro. Eine Preissenkung um 30 Cent.

Dort tankte Hildegard Emde ihr Auto. „Es ist gut“, sagt sie über die Preissenkung. Aber generell sieht sie die hohen Spritpreise kritisch. „Die zocken uns ab, wie die Blöden“, sagt sie. Der Öl-Preis sei schon längst gesunken. Trotzdem sei der Benzinpreis hoch geblieben.

Sasha Gerler hält nichts davon, das Auto jetzt vollzutanken. „Das Auto fährt auch nicht mehr oder weniger Kilometer als sonst auch“, sagt er. Es würde sich eher lohnen, dass Auto wenige Tage vor Ende der Preissenkung zu betanken, sagt Gerler.

„Es füllt sich langsam“, sagt Uwe Jatho, Betreiber der bft-Tankstelle an der Wilhelmshäuser Straße in Richtung Fuldatal. Am Vormittag sei bei ihm der Betrieb „ganz normal“ gewesen. Am Morgen seien die Leute noch „verhalten“ gewesen. Ob es noch zum Ansturm kommt? „Keine Ahnung“, antwortet Jatho auf die Frage.

Am Mittag kostete bei der bft-Tankstelle der Liter E10 1,87, der Liter Diesel 1,94 und der Liter Super-Benzin 1,93. Bei der Esso-Tankstelle merke man keine Veränderung. Das müsse erst noch ins Rollen kommen, sagt eine Mitarbeiterin. Ähnlich ist es bei Aral in Hann. Münden. „Es gibt keine großartigen Unterschiede“, sagt ein Mitarbeiter.

Staufenberg

Petra Wackermann Pächterin Lutterberg
Petra Wackermann Pächterin Lutterberg © Jens Döll

Am Morgen kein großer Andrang am Autohof an der A 7 bei Lutterberg: Lastwagen. Transporter und einzelne Autos mit Kennzeichen wie EU, MEI und MKK, eher Geschäftsreisende und Reisende. „Bei uns tanken die Leute, wenn sie müssen“, sagt die Pächterin des Autohofs, Petra Wackermann. Es habe am Morgen keinen großen Andrang gegeben. „Noch ist alles normal“, heißt es von ihr gegen 9 Uhr.

„Bei uns ist es eine andere Situation als bei Tankstellen in Städten und Dörfern.“ Dort neigen ihrer Meinung nach die Leute eher zum spontanen Tanken, wenn es gerade billig ist.

Wie es sich weiter entwickeln wird, gegen Mittag und in den kommenden Tagen? Dazu sagt sie nur. „Ich habe keine Glaskugel, ich lasse mich überraschen.“ Die Spritpreise lagen am Morgen bei 1,84 Euro für E-10, 2,09 Euro für Diesel und 1,90 Euro für den Liter Super-Benzin. „Es ist auf jeden Fall billiger als gestern“, sagt die Pächterin.

Dransfeld

Esso Tankstelle in Dransfeld
Die Esso-Tankstelle in Dransfeld am 1. Juni: Morgens und nachmittags gab es einen großen Andrang an der Langen Straße.M © Margitta Hild

Mitarbeiterin Jennifer Schwedhelm von der Esso-Tankstelle an der Langen Straße berichtet, dass am Morgen ein großer Andrang herrschte. Gegen die Mittagszeit kehrte dann Ruhe ein. Am Nachmittag wiederholte sich der morgendliche Ansturm. „Es ist geschätzt doppelt so viel los wie normal“, berichtet sie. Die Freude bei den Autofahrern sei groß, dass die Preise nun wieder sinken, berichtete sie.

Der Kraftstoff kostete pro Liter: 1,91 Euro für Diesel, 1,84 Euro für E10 und 1,90 Euro für Super-Benzin. (Jens Döll/Margitta Hild/Amir Selim)

Auch interessant

Kommentare