100 Helfer von Feuerwehr, THW, DRK und ASB

Großübung in Hann. Münden: Unfall mit Linienbus simuliert

Hann. Münden. Großalarm am Samstagabend: Ein Linienbus ist auf der Göttinger Straße (Höhe der Weserumschlagstelle) verunglückt. Die 15 Insassen wurden verletzt. Dabei handelte es sich glücklicherweise um eine Großübung.

Hilferufe gellen durch die Dunkelheit, verletzte Menschen laufen auf der Göttinger Straße in Höhe der Weserumschlagstelle in Hann. Münden orientierungslos herum. Ein verunglückter Linienbus liegt quer über zwei Fahrspuren der Bundesstraße 80 auf der Seite.

Ein Wagen ist in den Bus gefahren und in die Heckscheibe geprallt, ein anderes Auto wurde vom Bus an den Pfeiler der Schutzwand des Hanges gedrückt. Ein drittes Fahrzeug, besetzt mit fünf Insassen, fährt in die Unfallstelle, durchbricht danach ein Geländer und fällt etwa zehn Meter in die Tiefe.

Die Menschen können das Auto verlassen, stehen allerdings unter Schock. Zwei springen in die Weser, zwei laufen in Richtung Weserpark, der Fahrer bleibt am Auto.

Dies war des Szenario einer Alarmübung der Hilfsorganisationen der Stadt Hann. Münden am Samstag gegen 21 Uhr, die die Verantwortlichen bis zum Beginn geheim gehalten hatten.

Neben Feuerwehren und Technischem Hilfswerk werden Notarzt und die ASB Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) West alarmiert. Das Notarzt und ein Rettungswagen treffen zuerst am Unglücksort ein. Sofort beginnen die Helfer mit der Versorgung der Verletzten, die täuschend echt von der „Realistischen Unfalldarstellung“ (RUD) Kassel dargestellt sind.

Aktualisiert um 17 Uhr

Dann treffen die ersten Feuerwehrfahrzeuge und die SEG ein. Die Feuerwehr Hann. Münden übernimmt die Gesamteinsatzleitung und ist zuständig für die Rettung der Menschen. Das THW und die Laubacher Feuerwehr kümmern sich um die Ausleuchtung der Einsatzstelle.

Inzwischen beobachten zahlreiche Schaulustige das Treiben von der Weserbrücke aus. Sie wissen noch nicht, dass es sich um eine Übung handelt.

Plötzlich gibt es einen lauten Knall, und das Fahrzeug, das das Geländer durchbrochen hat, beginnt zu brennen. Während die Volkmarshäuser Feuerwehr den Wagen löscht, rettet das THW mit einem Boot die Personen, die ins Wasser gesprungen sind, und die ASB-Hundestaffel macht sich auf die Suche nach den beiden Insassen, die in Richtung Weserpark gelaufen sind.

Von den Fahrgästen im Bus, so das Szenario, können sich einige selber befreien, 15 Businsassen und der Fahrer sind verletzt und können den Bus nicht ohne Hilfe verlassen.

Insgesamt nahmen rund 130 Einsatzkräfte an der Übung teil, bei der die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen hervorragend klappte, so das Fazit. Nur bei derartigen Großübungen könne die Zusammenarbeit trainiert und geprüft werden. (zpy)

Großübung mit 100 Helfern in Hann. Münden

Die Teilnehmer

An der Großübung haben folgende Organisationen teilgenommen: Feuerwehr Hann. Münden, die Ortsfeuerwehren Volkmarshausen und Laubach, das Technische Hilfswerk (THW), der Arbeiter Samariter Bund (ASB), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), der Rettungsdienst mit Leitendem Notarzt und Organisationsleiter der Berufsfeuerwehr Göttingen, die ASB Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) West und die Hundestaffel des ASB. Die Verletzen wurden durch die Realistische Unfalldarstellung (RUD) Kassel dargestellt.

Ausgearbeitet haben diese Übung Dirk Rieger (THW), Felix Marletz (SEG West) und Eike Schucht (Feuerwehr). (zpy)

Großübung mit 100 Helfern in Hann. Münden

Rubriklistenbild: © Siebert

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