Auch Eltern beteiligt

Schüler der Grundschule Hemeln engagieren sich für die Natur

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Der Barfußpfad an der Grundschule Hemeln macht den Kindern großen Spaß. 

Ein Barfußpfad, ein Insektenhotel, eine Schmetterlingswiese und vieles mehr – an der Grundschule Hemeln ist einiges los.

Seit einem Jahr ist Daniela Banzhaf kommissarische Leiterin. Ein Mädchen aus der zweiten Klasse bezeichne sie gerne als die, die neue Sachen mitbringt und immer etwas bastelt, erzählt Banzhaf lachend. Kürzlich haben die Erstklässler einen Barfußpfad auf dem Schulhof angelegt. Alle haben dafür Materialien zusammen getragen, die 27 Schüler der Schule arbeiten zusammen.

Auch das alte Insektenhotel wurde auf Vordermann gebracht. Das Dach war schon seit geraumer Zeit morsch, so Banzhaf. Die örtliche Zimmerei habe in einer Überraschungsaktion in den Osterferien das Dach neu eingedeckt.

Das Insektenhotel wurde von der örtlichen Zimmerei repariert.

Insgesamt sei das Engagement der Eltern groß, erzählt Daniela Banzhaf. Dort, wo der Barfußpfad entstanden ist, war früher ein Baumstumpf. Daraufhin seien ein paar Eltern mit einem Traktor angerückt, um ihn rauszuziehen. Es sei ihr wichtig zu zeigen, dass in der Schule etwas passiert. „Wir versuchen, alles ohne Geld hinzubekommen“, sagt sie.

300 Bücher für Bibliothek

Um die Schulbibliothek zu füllen, startete sie einen Aufruf bei der Facebook-Gruppe „Göttingen verschenkt, gibt und teilt“, insgesamt 300 Bücher kamen zusammen. Ganz moderne Bücher seien es, auch Laptops habe sie darüber für die Schule bekommen.

Für die IdeenExpo in Hannover reichte die Schule den „Moonwalk auf Plattdeutsch“ ein, ein Bewegungspfad, beidem es um die erste Mondbegehung geht. Zwar kam zunächst die Zusage, aber dann habe sich das Projekt aufgrund von Brandschutzauflagen in den Messehallen dann doch nicht realisieren lassen, so Daniela Banzhaf. Aber immerhin die 600 Euro Startgeld habe die Schule behalten dürfen. 

Die werden jetzt verwendet, um den Bewegungspfad an der Schule entstehen zu lassen. Da es eine verpflichtende Plattdeutsch-AG gebe, können die Schüler damit einen spielerischen Zugang finden. Es gibt noch mehr Besonderes an der Schule. Betritt man eines der Klassenzimmer, entdeckt man drei Teppiche zum „flexible seating“, wie Daniela Banzhaf erklärt. „Die Schüler sollen sich wohlfühlen und nicht starr auf dem Stuhl sitzen. Wer möchte, kann sich für die Arbeit auf den Teppich legen oder setzen.“ Natürlich gebe es dabei klare Regeln. Bei den Schüler komme das Konzept sehr gut an.

Dorfführung durch Hemeln

Und auch am Projekt „Wo bin ich zuhause? – Hann. Münden im Jahr 2019“ des Mündener Spendenparlaments nahm die Schule teil. In einer Projektwochen bereiteten die 27 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren eine Dorfführung durch Hemeln vor. Am vergangenen Freitag gingen die Schüler dann mit 120 Gästen durch den Ort und berichteten, was sie zum Beispiel zur Fähre, zur alten Schule, zum Dreschschuppen und zum ältesten Haus im Dorf herausgefunden hatten. „Dabei lernte man kleine Seitenstraßen kennen, in denen Handwerker ihre Läden haben und kleine Geschäfte reizvolle Deko verkaufen, und durch die man sonst nie hindurchkommen würde“, sagt Daniela Banzhaf.

Es sei sehr mutig von den Schülern gewesen, vor so einer großen Gruppe freizusprechen. Die Grundschule Hemeln sei die einzige Schule gewesen, die sich an dem Projekt beteiligte, so die kommissarische Schulleiterin.

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