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Grundschule in Hemeln macht ersten Platz bei Plattdeutsch-Wettbewerb „Schorse spräket Platt“

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Von: Hannah Köllen

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Freuen sich über den ersten Platz: Die Schüler der 3. und 4. Klasse der Grundschule in Hemeln mit Bernhard Peters und Willi Pape (Mitte), Annette Rummenhohl (Landesschulbehörde), Arne Butt und Gabriele Schuster (Niedersächsische Sparkassenstiftung).
Freuen sich über den ersten Platz: Die Schüler der 3. und 4. Klasse der Grundschule in Hemeln mit Bernhard Peters und Willi Pape (Mitte), Annette Rummenhohl (Landesschulbehörde), Arne Butt und Gabriele Schuster (Niedersächsische Sparkassenstiftung). © Hannah Köllen

Beim diesjährigen Wettbewerb „Schorse spräket Platt“ zum Erhalt des ostfälischen Dialekts sicherte sich die Grundschule in Hemeln den ersten Platz. Die Schüler der 3. und 4. Klasse der Grundschule erhielten am Mittwochmittag den Preis für ihren Wettbewerbsbeitrag.

Hemeln – Der Wettbewerb, initiiert von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und den Regionalen Landesämtern für Schule und Bildung, hat zum Ziel, „Platt am Leben zu halten“, sagt Annette Rummenhohl von der Landesschulbehörde. Sie ist für die Region Südniedersachsen zuständig. Insgesamt habe sie für den Wettbewerb Beiträge von acht Schulen erhalten. Eine Jury aus Experten vergab den ersten Preis an die Grundschule in Hemeln.

„Solche lebendigen Beiträge wie der von der Grundschule in Hemeln sind natürlich ein Traum“, sagt Rummenhohl. Die Grundschule hatte ein 15-minütiges Video eingereicht, in der die Schüler die Geschichte des Till Eulenspiegel – auf Platt „Iuulenspeijel“ – erzählen.

Plattdeutsch-AG an der Schule

Unterstützung erhielten die Schüler hierbei von Willi Pape und Bernhard Peters. Die beiden pensionierten Lehrer führen bereits seit nunmehr 20 Jahren die Plattdeutsch-AG an der Schule. „Die meisten Schüler müssen das Plattdeutsche von Grund auf lernen. Wir beginnen dann meistens mit kurzen Wörtern und bringen ihnen das Zählen auf Platt bei“, sagt Bernhard Peters.

Manchmal käme von den Schülern die Frage, wieso sie diesen alten Dialekt denn überhaupt noch lernen müssten. „Grundsätzlich waren die Schüler aber von Anfang an vollauf begeistert von dem Projekt“, sagt Peters. Er schrieb das Drehbuch für den kurzen Film.

Gewinner erhalten Spende

Insgesamt 16 Schüler nahmen an der AG teil. Über einen Zeitraum von einem Vierteljahr trafen sie sich einmal die Woche für jeweils eine Stunde, um das Plattdeutsche zu erlernen und das Stück einzustudieren. Andreas Noll, Vater eines der teilnehmenden Kinder, nahm das Stück auf. Der Film ist nun unter anderem auf der Internetseite der Schule zu sehen.

All die Arbeit hat sich gelohnt: Arne Butt von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung überreichte den Kindern neben einer Urkunde auch eine Spende von 300 Euro zur Förderung des Plattdeutschen an der Schule. „Wir haben heiß über die Beiträge diskutiert. Nur bei einem Beitrag mussten wir nicht diskutieren. Da war klar, dass es der erste Platz wird“, berichtet Butt mit Blick auf den Filmbeitrag der Grundschule in Hemeln. Er dankte den Schülern für ihren Beitrag zur Erhaltung der plattdeutschen Sprache.

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