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Günter Schuster präsentiert Ausstellung bei „Open Monday“

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Von: Petra Siebert

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Mann mit Pappe in der Hand, die er für die Kamera nach vorne hält
Das Papier schöpft er selbst: Günter Schuster lädt in die Kulturfabrik am Hagelturm ein, um seine Arbeiten zu zeigen. © Petra Siebert

Immer mal wieder montags „Open Monday“, öffnen Günter Schuster und Dr. Birgit Nolte-Schuster die Kulturfabrik am Hagelturm (Radbrunnenstraße 27).

Hann. Münden – Die genauen Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Dann präsentiert Günter Schuster in der Werkhalle thematische Ausstellungen zu seinen verschiedenen künstlerischen Arbeitsbereichen. Seinen Arbeitsplatz in der ehemaligen Werkhalle bezeichnet er als Produzentengalerie und Atelier. Der nächste „Open Monday“ ist für den 13 Juni, von 17 bis 21 Uhr, geplant. Gezeigt werden, wie bereits bei der vorangegangenen Ausstellung, „Arbeiten auf Papier“. Der Eintritt ist frei.

„Die Besucher sollen neugierig sein, sich die Kunst erklären lassen und es sollen Gespräche entstehen“, ist der Wunsch von Günter Schuster. Seine Arbeiten sind eine Auseinandersetzung mit Material und Sprache.

Auf verschieden großen Papierflächen befinden sich Buchstaben, beim näheren Betrachten erkennt man, dass es Sätze sind, aus Büchern gerissen, allerdings in Französisch. Er schätzt diese Sprache, die er während seines Studiums bei Parisbesuchen verbesserte. Das Papier für seine Werkstücke, unter denen sich auch selbst gebundene Bücher befinden, schöpft er selber. Ob skriptural, monochrom oder kalligrafisch, bei der Bearbeitung des Papiers legt Günter Schuster Wert auf Ästhetik.

Nicht nur Papier wird für die Kunstwerke eingesetzt

Doch Papier ist nicht der einzige Werkstoff: In Tuch und Leder, teilweise mit Gebrauchsspuren, sieht er eine Herausforderung. Eigentlich verarbeitet und verwertet er alle Dinge, die achtlos weggeworfen werden. So kann er stets auf ein unerschöpfliches Repertoire zurückgreifen.

Für Betrachter, die in diese Art von Kunst nicht so stark involviert sind, werden die Objekte und Werkstücke in dem Moment interessant, wenn sich ein Gespräch mit dem Künstler anbahnt. Er versteht es, neugierig zu machen, zu erklären, die Aufmerksamkeit auf Details zu lenken und die Entstehung eines Werkes so spannend darzustellen, dass man sich am Ende gerne mit dem Kunstwerk auseinandersetzt und eigene Eindrücke mit einbringt. Auch Diskussionen geht er nicht aus dem Weg.

Es macht Spaß, die Ausstellungen zu durchschreiten und auch mal vor einem besonderen Teil länger zu verweilen. (Petra Siebert)

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