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„Gute Laune schon beim Eintritt“: Hochbad Hann. Münden ist Treffpunkt zahlreicher Stammgäste

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Von: Kira Müller

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Früh im Bad: Unser Bild (v.li.) zeigt Sandra Nothnagel (zuständig für Eintritt und Bistro) zusammen mit den Frühschwimmern Christiane Gründler, Ulrich Sauer und Heiderose Cherrington.
Früh im Bad: Unser Bild (v.li.) zeigt Sandra Nothnagel (zuständig für Eintritt und Bistro) zusammen mit den Frühschwimmern Christiane Gründler, Ulrich Sauer und Heiderose Cherrington. © Kira Müller

Rund 30 Frühschwimmer kommen seit vielen Jahren fast täglich ins Hochbad in Hann. Münden. Die Schwimmer schätzen das Bad und möchten sich für die Erhaltung bedanken.

Hann. Münden – Mit einem freundlichen „Guten Morgen“ werden die Frühschwimmer im Hochbad in Hann. Münden von Sandra Nothnagel und ihrem Mann am Eingang begrüßt.

Rund 30 Personen kommen im Laufe des Morgens, um ihre Bahnen zu schwimmen. So wie jeden Morgen ist auch Heiderose Cherrington im Wasser. „Seit 20 Jahren komme ich regelmäßig“, sagt sie.

Sie ist dankbar für das große Freizeitgelände und die vielen Schattenplätze im Bad. Besonders lobt die 72-Jährige aber die freundliche und herzliche Stimmung zwischen den Menschen im Hochbad. „Man kommt hier rein und hat gute Laune. Jeder begrüßt jeden und schon alleine für die Nothnagels ist es mir den Eintritt wert.“

„Wir sind hier wie eine große Familie.“

Seit 2017 sind Sandra Nothnagel und ihr Mann für den Eintritt und das Bistro zuständig und laut Heiderose Cherrington und ihren Schwimmkollegen immer freundlich. „Wir sind hier wie eine große Familie.“

So unterhalte man sich, spreche über Probleme oder einfach über den Alltag. Und das tue den Schwimmern besonders gut: Eine Schwimmerin habe Heiderose Cherrington vor kurzem erzählt, dass sie mit Stress ins Schwimmbad komme, dann ihre zehn Runden schwimme und sich beim Rausgehen fühle, als würde sie fliegen. „Ich lasse auch alle meine Probleme hier“, so Cherrington.

Hochbad ist Heimvorteil

Auch Christiane Gründler kommt regelmäßig aus Hemeln ins Hochbad in Hann. Münden. „Ich komme hier zur Entspannung her“, sagt sie. „Das ist wie eine Therapie-Stunde.“ Auch Cherrington stimmt ihr zu. „Ich richte meine Termine nach dem Schwimmen aus, nicht umgekehrt. Ich schwimme meine 40 bis 60 Minuten und dann bin ich den ganzen Tag fit.“

Dass Bewegung gut tut – da sind sich die Schwimmer einig. Die Älteste unter ihnen ist mittlerweile 88 Jahre alt und auch Heiderose Cherrington klagt über keine schmerzenden Gelenke. „Für uns ist das ein Heimvorteil“, sagt sie.

Das Schwimmbad werde gut genutzt und da möchten sie „einfach mal ein Dankeschön an die Stadt Münden aussprechen, dass das Hochbad erhalten wird“, so Heiderose Cherrington. Auch, dass Schulklassen kommen und die DLRG Schwimmtraining anbietet, befürworten die Schwimmer.

Zu wenig Gäste trotz heißen Tagen

Obwohl viele Schwimmer regelmäßig kommen, Corona ist nicht spurlos am Hochbad vorbeigegangen: „Wir hatten endlich ein richtig heißes Wochenende. Da waren knapp 2000 Gäste da. Das sind viel zu wenig“, erklärt Sandra Nothnagel. In vergangenen Sommern – vor Corona – seien es bis zu 5000 Gästen gewesen.

Während der vergangenen zwei Jahre haben unter anderem die Corona-Beschränkungen dazu geführt, dass weniger Schwimmer kamen. Die Preise waren teurer und der Ticket-Kauf mit mehr Aufwand verbunden „Wir sind trotzdem immer gekommen“, sagt Christiane Gründler und auch Heiderose Cherrington sagt zu den teureren Preisen: „Das bin ich mir auch wert.“

Das Wichtigste sei aber, dass das Hochbad die Corona-Zeit überstanden hat. „Es war so schön, dass die Öffnung trotz der Corona-Situation geklappt hat – das war ein richtiger Lebensqualitätsgewinn“, so eine Schwimmerin.

„Das ist wie eine Sucht“

„Wenn ich einmal angefangen habe, dann ist das wie eine Sucht“, sagt Heiderose Cherrington und lacht. „Wenn die Sonne scheint, ist es besonders schön.“ Aber auch bei Regen kommen die Frühschwimmer regelmäßig, um ihren Sport zu treiben – immerhin ist das Wasser 24 Grad warm.

Wenn sie das Bad wieder verlassen, gibt Sandra Nothnagel noch einen lieben Gruß mit: „Lasst die Sonne auf euch scheinen und habt noch einen schönen Tag.“ (Kira Müller)

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