Halle wurde der Öffentlichkeit präsentiert

Mündener Gymnasium-Sporthalle ist saniert

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Freude über die sanierte Gymnasium-Sporthalle: Das Foto zeigt von links Dipl. Ing. Architekt Rüdiger Nebel vom Gebäudemanagement des Landkreises, Koordinator für die Sekundarstufe I und Sportlehrer Dr. Joachim Atzert, Schulleiterin Heidrun Korsch und Landrat Bernhard Reuter.

Hann.Münden. Die halbjährige Sanierung der Gymnasium-Sporthalle ist abgeschlossen, Schüler und Sportler der Mündener Vereine können sich auf dem Hallenboden wieder austoben.

Am Mittwoch stellten Landrat Bernhard Reuter und Dipl. Ing. Architekt Rüdiger Nebel vom Gebäudemanagement des Landkreises die sanierte Halle der Öffentlichkeit vor. Dem Landkreis gehört die Halle.

Die veranschlagten Baukosten von 2,2 Millionen Euro würden um 200.000 Euro überschritten, sagte Nebel. Ein Grund für die Mehrkosten: Beim Abdecken der alten Hallendecke seien Asbestrohre gefunden worden, die beseitigt werden mussten. Finanziert wurde das Vorhaben allein vom Kreis, bis auf 40.000 Euro Zuschuss des Bundes für die LED-Beleuchtung.

Heidrun Korsch, Leiterin des Grotefend-Gymnasiums, und Dr. Joachim Atzert, Koordinator der Sekundarstufe 1 und Sportlehrer, waren angetan vom Ergebnis. Durch die neue offene Decke mit LED-Leuchten und die Oberlichter wirke die Halle größer und heller. Die Pädagogen freuten sich außerdem über den neuen Boden. Dessen Renovierung war notwendig geworden, da beim alten Belag die Nähte aufgegangen waren, erläuterte der Architekt. Deshalb sei der Boden abgeschliffen, neu liniert und versiegelt worden.

Rüdiger Nebel ging auf die Schwerpunkte der Sanierung ein. Hauptaugenmerk galt dem Dach. Das Flachdach der 1970 erbauten Halle war undicht geworden, deshalb entschied sich der Kreis für das geschwungene Dach, bestehend aus einer Holzleim-Binderkonstruktion. Im Gegensatz zum Flachdach könne hier das Wasser an den Seiten ablaufen, deshalb geht der Architekt von einer wesentlich längeren Haltbarkeit als beim Flachdach aus. Weiteres Thema sei der Brandschutz gewesen. Es seien neue Flucht- und Rettungswege geschaffen worden, damit Sportler und Besucher im Ernstfall schnell die Halle verlassen können.

Die Sportler können, wenn sie durchgeschwitzt sind, sich jetzt in neuen Duschräumen duschen und anschließend in frisch renovierten Umkleideräumen umziehen. Die Handwerker entkernten die vorherigen Umkleide- und Duschräume komplett und schufen sechs Umkleideräume, drei Duschbereiche und ein Behinderten-WC.

Ein weiterer Aspekt sei die Energieeinsparung, sagte der Architekt. Durch Wärmedämmung und LED-Leuchten an der Decke, aber auch durch Wärmerückgewinnung werde weniger Energie verbraucht.

Dazu trage auch die neue Lüftungstechnik für die Halle bei. Diese sei untergebracht in einem eigenen Gebäude neben der Halle, das bereits 2015 gebaut wurde. Landrat Reuter fasste die Sanierung so zusammen: „Im Grunde ist hier ein Neubau entstanden.“

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