Noch keine Entscheidung über Klage des Bauvereins

Baubeginn für Weserbrücke in Hann. Münden offen

Die Weserbrücke in Hann. Münden mit Blick Richtung Veckerhäger Straße: Rechts ist das siebengeschossige Haus des Mündener Bauvereins zu sehen. Sollte die neue Brücke so wie geplant weiter flussabwärts entstehen, befürchtet der Bauverein eine höhere Lärmbelastung für seine Mieter. Er klagt gegen die Pläne. 
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Die Weserbrücke in Hann. Münden mit Blick Richtung Veckerhäger Straße. In unmittelbarer Nähe steht das siebengeschossige Haus des Mündener Bauvereins. Sollte die neue Brücke so wie geplant weiter flussabwärts entstehen, befürchtet der Bauverein eine höhere Lärmbelastung für seine Mieter. Er klagt gegen die Pläne. Archiv

Noch immer ist nicht klar, wie es mit der maroden Weserbrücke in Hann. Münden weitergeht. Alles hängt von einer Entscheidung des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg ab, vor dem der Bauverein Hann. Münden gegen den Planfeststellungsbeschluss des Landkreises Göttingen Klage eingereicht hat.

„Wir warten auf einen Termin“, sagt Jörg Wieland, Geschäftsführer und hauptamtliches Vorstandsmitglied des Bauvereins. Bauträger des Vorhabens ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim. Über die Brücke verlaufen die Bundesstraßen 3 und 80.

Der Bauverein befürchtet, dass durch die Planungen, die neue Brücke neben der bisherigen in Richtung Gimte zu bauen, der Verkehrslärm für seine Mieter an der Veckerhäger Straße deutlich zunehmen wird. Sie wohnen in einem in unmittelbarer Nachbarschaft stehenden mehrstöckigen Gebäude mit 20 Wohnungen. Die neue Brücke läge etwa 15 Meter näher an dem Haus als die bisherige.

Der Bauverein schlägt vor, die neue Brücke neben der jetzigen zu bauen, sie aber nach dem Abriss der bisherigen Brücke auf den Platz der alten zu schieben, wie beim Weserprojekt in Bad Karlshafen. Dagegen wendet die Landesbehörde ein, dass dadurch die Brücke zeitweise nicht mehr für den Verkehr und vor allem nicht mehr als Umleitungsstrecke für die Autobahn 7 zur Verfügung stehen würde.

Nach Angaben von Sebastian Post, stellvertretender Leiter der Landesverkehrsbehörde in Bad Gandersheim, endet die bisher festgelegte Restnutzungszeit, also der Zeitraum, in dem das Bauwerk noch sicher betrieben werden kann, Ende 2022. Dann müsste die neue Brücke in Betrieb sein. Sollte dieses Zeitfenster nicht eingehalten werden können, müsste neu überprüft werden, ob die Restlaufzeit für den Bau verlängert werden könne. Andere Möglichkeiten wären, eine Lastbeschränkung festzulegen oder sie nur einspurig zu betreiben. Dass die Zeit drängt, ergibt sich auch aus der Bauzeit. Sie betrage etwa zwei Jahre, sagt Post.

Von Ekkehard Maass

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