Bereit für weitere Festivals im Wald

300 Besucher beim "More Songs in the Woods"-Festival in Hann. Münden

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„More Songs about Sex“ : Stefan Kletetzka, Gesang, Andreas Drücke am Schlagzeug und Lutz Prößdorf am Bass waren Headliner des Abends.

Hann. Münden. „Münden, Münden, süße Jugendsünden, mich zieht‘ s immer wieder hin. Münden ist phänomenal!“

Mit einer Liebeserklärung an seine Heimatstadt beendete der Songwriter Jens Rotzsche seinen Auftritt beim „More Songs in the Woods“- Festival.

Fast 300 Zuschauer waren gekommen, um ihn, die Band Block14, ebenfalls aus Hann. Münden, und die Band More Songs about Sex zu sehen und zu hören. Die Stimmung im Wald war trotz Regen bestens, das erste „More Songs in the Woods“- Festival ein voller Erfolg.

Das „erste“ deshalb, weil schon früh am Abend feststand, dass es nicht das letzte gewesen sein soll. Zusammengetrommelt hatte die Musiker Stefan Kletetzka, Mitglied der Band More Songs about Sex, den Auftritt im Wald organisierte der Förderverein zum Erhalt und zur Wiederherstellung der historischen Freilichtbühne am Kattenbühl. 

Den Anfang machte die Band Block 14. Volker Schauer, Lutz Prößdorf und Hendrik Deutsch standen schon vor 37 Jahren das erste Mal zusammen im Proberaum, schrieben eigene Texte und widmeten sich voll und ganz der Rockmusik. Ein Gitarrist kam dazu und stieg wieder aus, sodass einige Stücke für den Auftritt am Samstag neu arrangiert werden mussten. Block 14 gab den Zuschauern eine Kostprobe aus dem großen Vorrat eigener Songs über die Liebe und das Leben, der sich im Laufe der Jahre angesammelt hat, typisch die oft harten und auf den Punkt genauen Gitarrenriffs und mutigen Arrangements.

„Block 14“ standen als erstes auf der Bühne (von links): Hendrik Deutsch, Volker Schauer und Lutz Prößdorf.

Weiter ging es mit Käpt’n Neugier, richtiger Name Jens Rotzsche, der Münden 1988 verlassen, aber nie vergessen hat. „Ich hab immer noch viel Kontakt zur Mündener Musikszene“, erzählt Rotzsche, der zum ersten Mal auf der Freilichtbühne stand und von der Örtlichkeit begeistert war. „Ich kenne das hier oben nur völlig überwuchert, toll, was der Verein draus gemacht hat“, so der Musiker, der in seinen Liedern kein Blatt vor den Mund nimmt, mit seiner Ukulele und seinem Kazoo-Gebläse neue Songs präsentierte und sich freute, wieder in seiner Heimat auf der Bühne zu stehen.

Rund 300 Besucher kamen zum "More Songs in the Woods"-Festival.

Der Inhalt seiner Songs ist manchmal politisch, oft menschlich, meistens poetisch und auch ein bisschen chaotisch, aber immer absolut hörenswert. Nach einem ordentlichen Regenschauer und pünktlich mit Einbruch der Dunkelheit stand dann More Songs about Sex auf der Bühne: Stefan Kletetzka, Andreas Drücke und Lutz Prößdorf, letzterer ebenfalls Bassist beim Opener Block 14.

Käpt’n Neugier: Jens Rotzsche blieb im Herzen Mündener.

Mit einem Mix aus Post-Punk und Pre-Grunge zeigten sie, dass an Musik kein Vergang ist. Trotz langer Pause machte die Band einmal mehr den Eindruck, als sei sie nie weg gewesen. Technische Probleme wurden gekonnt überspielt, die drei Musiker bilden auf der Bühne immer noch eine perfekte Einheit mit ihren schnellen, manchmal sogar wilden Stücken.

Beim Publikum kam der gesamte Abend, vor allem der Mix der drei Bands, gut an, die Stimmung war bis zum letzten Moment super. 

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