Hujahn: „Kurve Kassel“ überdenken

Absage an Bahnprojekt für den Güterverkehr

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Gerd Hujahn: SPD-Landtagsabgeordneter

Der niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Hujahn kritisiert die nachträgliche Aufnahme des Bahnprojekts „Kurve Kassel“ in die Liste für das Genehmigungsbeschleunigungsgesetz.

Mit dem Gesetz sollen diverse Verkehrsprojekte schneller umgesetzt werden. Die nachträgliche Aufnahme der „Kurve Kassel“ in die die Liste der ersten Projekte könne er in keiner Weise Weise unterstützen. „Ganz offensichtlich will man hier lediglich der Prüfung von Alternativen aus dem Weg gehen“, so Hujahn.

Und diese Alternativen gebe es ganz sicher. Mit der von Anrainern und Bürgern geforderten Trasse durch den Solling könnte nicht nur eine 32 Kilometer kürzere Strecke gebaut, sondern gleichzeitig ein modellhaftes Projekt umgesetzt werden, das die Sicherstellung des öffentlichen Personennahverkehrs und des Schienenpersonennahverkehrs „und damit die Anbindung der Kleinstädte und Dörfer sicherstellt“, so Hujahn. Er fordere die gleichwertige Prüfung des Ausbaus der alternativen Strecke Altenbeken-Northeim-Nordhausen. 

Hierum geht es bei der "Kurve Kassel"

Bei dem Projekt „Kurve Kassel“ geht es darum, dass die Deutsche Bahn derzeit nördlich von Kassel eine neue Trassenführung für den Güterzugverkehr zwischen Westfalen und Thüringen beziehungsweise Sachsen-Anhalt plant, damit die Züge künftig nicht mehr wie bisher in den Kasseler Rangierbahnhof für einen Richtungswechsel einfahren müssen, sondern durchfahren können. 

Für die neue Güterzugstrecke stehen drei Strecken in der Diskussion: von Espenau-Mönchehof über Fuldatal-Rothwesten bis Staufenberg-Speele; von Espenau-Mönchehof südlich an Fuldatal-Simmershausen vorbei bis nach Fuldatal-Ihringshausen und eine in Niedervellmar. 

Alle drei Varianten verbinden als Abkürzung die Eisenbahnstrecken Paderborn-Kassel und Kassel-Hann. Münden. Bislang treffen sich die Strecken erst im Kasseler Rangierbahnhof.

An der"Kassler Kurve" gibt einige Kritik, nicht nur von Seiten der SPD. Jetzt könnte sie per Gesetz kommen. 

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