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Arbeitsmarkt in der Region Hann. Münden: Auschreibungen richten sich oft an Fachkräfte

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Von: Jens Döll

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Welche Lehrstelle zu Schülern passt, können Interessierte auf dem „Marktplatz Ausbildung“ in Sontra herausfinden. Jetzt werden lokale Firmen gesucht, die sich an Ständen vorstellen.
Auf dem Arbeitsmarkt in der Region werden, wie momentan überall, weiterhin Fachkräfte gesucht. (Symbolbild) © dpa/Oliver berg

Arbeitslosenquote im Altkreis Münden lag bei 5,1 Prozent im April. Damit hat sich der Arbeitsmarkt noch nicht vom Winter erholt. das zeigt ein vergleich zu den Zahlen aus dem Jahr 2022.

Altkreis Münden – Die Arbeitslosenquote im Geschäftsstellenbezirk Hann. Münden der Agentur für Arbeit hat sich im April im Vergleich zum Monat März geringfügig um fünf Menschen auf 1117 Arbeitslose verringert. Das teilte die Göttinger Agentur in ihrem monatlichen Bericht mit. Der Bezirk umfasst den Altkreis Münden mit der Stadt Hann. Münden, der Gemeinde Staufenberg und der Samtgemeinde Dransfeld.

Arbeitsmarkt: Quote bei 5,1 Prozent im Altkreis Münden

Im Vergleich zum April 2022 fällt allerdings auf, dass sich die Quote der Menschen ohne Arbeit erhöht hat. Waren im April des vergangenen Jahres noch 977 Menschen im Altkreis arbeitslos (Quote: 4,4 Prozent) sind es nun 1117 (Quote: 5,1 Prozent).

Im Vergleich zu den Zahlen aus dem gesamten Agenturbezirk Göttingen, der die Kreise Göttingen und Northeim umfasst, fällt auf, dass der Altkreis sich gegenläufig zu den Arbeitslosenzahlen im gesamten Bezirk verhält, wenn auch nur marginal. Dort steigen im April die Zahlen im Vergleich zum März leicht.

Landkreis Göttingen: Zahl der Arbeitslosen steigt

Im vergangenen Monat waren in den beiden Landkreisen 14 896 Menschen bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern der Region arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Zahl gegenüber März um 485 (+3,4 Prozent) und gegenüber dem Vorjahresmonat um 2920 (+24,4 Prozent) an. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt im Agenturbezirk Göttingen bei 6,2 Prozent und somit 1,2 Prozentpunkte über dem April-Wert 2022. Ursächlich für den Anstieg in den beiden Landkreisen im Vergleich zum Vorjahresmonat, so die Agentur für Arbeit, sei der Zuzug von Geflüchteten aus der Ukraine. Diese würden seit Juni 2022 überwiegend durch die Jobcenter betreut. Daher sei der Zuwachs im Bereich der Jobcenter höher als im Bereich der Agentur für Arbeit.

Die Jobcenter der Region betreuten im zurückliegenden Monat 10 673 Menschen, 2463 beziehungsweise 30 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Fachkräfte werden weiter umworben

Aufgeschlüsselt nach den beiden Landkreisen sind im Kreis Göttingen im April 10 849 Menschen arbeitslos gewesen (6,4 Prozent Arbeitslosenquote) und damit 467 mehr als noch im März. Im Kreis Northeim waren es 4047 Arbeitslose, bei einer Quote von 5,8 Prozent. Erfreulich, so heißt es, sei allerdings, dass Wirtschaft und Verwaltung nach Ostern wieder offene Stellen gemeldet hätten.

Im zurückliegenden Monat wurden demnach 1087 Arbeitsstellen aufgegeben, das waren 197 mehr als im März (+22,1 Prozent) und 52 mehr als vor Jahresfrist (+5,0 Prozent). Im Altkreis Münden sank der Bestand an Arbeitsstellen im April um elf Stellen auf 567; im Vergleich zum April 2022 gab es 91 Arbeitsstellen mehr. Seit Januar gingen 340 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 54. Mit einem Anteil von rund 75 Prozent der ausgeschriebenen Stellen richtet sich der Großteil der Nachfrage an Fachkräfte. In rund 25 Prozent der Angebote werden Mitarbeiter für Anlerntätigkeiten gesucht. (Jens Döll)

Arbeitsmarkt in Zahlen

Deutschland: 2,586 Millionen Arbeitslose im April 2023, minus 8000 gegenüber März 2023. Quote: 5,7 Prozent unverändert gegenüber März 2023 und gegenüber 5,0 Prozent im April 2022.

Niedersachsen: 250 171 Arbeitslose, plus 44 gegenüber März. Quote: 5,7 Prozent unverändert zum Vormonat (5,0 Prozent im April 2022).

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