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Vorbereitet auf Katastrophen: Grundausbildung des Technischen Hilfswerks in Münden

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Von: Petra Siebert

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Konzentriert: Jonas Armbrecht (links) nimmt die Dienste seines Stationshelfern Marco Dettmar in Anspruch.
Konzentriert: Jonas Armbrecht (links) nimmt die Dienste seines Stationshelfern Marco Dettmar in Anspruch. © Petra Siebert

Die Grundausbildung des Technischen Hilfswerks in Hann. Münden fand vor Kurzem statt. Dabei herrschte reges Treiben, zahlreiche zukünftige Katastrophenschützer nahmen teil.

Hann. Münden – Reges Treiben herrschte auf dem Gelände vom Ortsverband Münden des Technischen Hilfswerks (THW) an der Veckerhäger Straße. Dort fand die Prüfung der Grundausbildung mit Teilnehmern aus zehn Ortsverbänden statt.

Hann. Münden: Ausbildung auf THW Gelände

Zwei Mal im Jahr kann die Prüfung absolviert werden, im Wechsel liegt die Organisation bei den einzelnen Ortsverbänden. Einige Tage benötigte das Team aus Hann. Münden unter der Leitung der Ortsbeauftragten Kathrin Senger, um die Vorbereitungen für den Tag zu treffen. Denn immerhin mussten 90 Leute verpflegt und betreut werden. Die Versorgung hat die THW-Verpflegungseinheit aus Großalmerode übernommen. „Daran ist zu erkennen, dass wir auch Landesgrenzen übergreifend arbeiten“, sagte Kathrin Senger. Aus den zehn Ortsverbänden waren 22 Prüflinge gekommen, die nach der erfolgreichen Prüfung als einsatzbefähigte Fachhelferinnen und Fachhelfer ihre Arbeit im THW aufnehmen können.

Ob Hochwasser, Sturmschäden, Stromausfall, einsturzgefährdete Gebäude oder zerstörte Infrastruktur, in allen Bereichen wurden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ausgebildet. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre.

„Die Grundausbildung ist die erste Ausbildungsstufe im THW“

„Die Grundausbildung ist die erste Ausbildungsstufe im THW. Erst danach können sich die Einsatzkräfte zur weiteren Spezialisierung den Einheiten und Fachgruppen des anschließen“, erklärte Kathrin Senger. Während der Grundausbildung wird neben dem Umgang mit der technischen Ausstattung auch Allgemeinwissen über den Katastrophenschutz vermittelt. Ziel ist es, ein allgemeines Wissen über den deutschen und europäischen Katastrophenschutz sowie die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk zu erlangen. Alle angehenden Helferinnen und Helfer werden einheitlich an THW-typischen Werkzeugen und Geräten ausgebildet. Dies garantiert, dass alle Einsatzkräfte bundesweit einsetzbar sind.

Zur Prüfung mussten neun Stationen durchlaufen werden. Pro Station standen zwei Prüfer zur Verfügung. Das waren unter anderem Arbeiten mit Leinen, Rundschlingen, Bandschlingen, Ketten, Drahtseilen und Spanngurten, Umgang mit Leitern, Stromerzeugung und Beleuchtung, Holz-, Gesteins- und Metallbearbeitung, sicheres Bewegen von Lasten, Rettung und Bergung von Menschen, fundiertes Arbeiten im und am Wasser. Jeder Prüfling bekam einen Stationshelfer zur Unterstützung zur Seite und so sollte gleichzeitig die Teamfähigkeit beobachtet werden.

Kinder und Jugendliche haben Leistungsabzeichen erhalten

Parallel zur Prüfung der Grundausbildung haben 15 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren ihr Leistungsabzeichen errungen. Dabei stellte der Nachwuchs den Umgang mit der technischen Ausstattung des Hilfswerkes unter Beweis. Ebenso wichtig auch die Förderung der Zusammenarbeit im Team und die Herausbildung sozialer Fähigkeiten.

Und zu guter Letzt fand noch eine Verabschiedung statt: Peter Richtig, hauptamtlicher Bürosachbearbeiter der THW-Regionalstelle Göttingen, wurde nach 22 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. (Petra Siebert)

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