Ausstellung

Der Sport als Brückenbauer: Ausstellung in Hann. Münden zeigt die Geschichte der Städtepartnerschaften

Freuen sich auf viele Besucher: (von links) Dunja Christokat, Rainer Münzing, Reiner Cohrs, Joachim Spiegler und Andreas Risse.
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Freuen sich auf viele Besucher: (von links) Dunja Christokat, Rainer Münzing, Reiner Cohrs, Joachim Spiegler und Andreas Risse.

Eine Ausstellung in Hann. Münden zeigt die Geschichte des Jugendaustausches des Kanu-Clubs. Die Ausstellung ist noch bis zum 15. August zu sehen.

„Das Medium Sport ist ideal, damit junge Menschen zusammen kommen und Vorurteile abgebaut werden“, machte Rainer Münzing, Ehrenvorsitzender der Mündener Kanu-Clubs (MKC) zur Ausstellungseröffnung am Sonntag in der St. Blasius-Kirche deutlich.

Um zu zeigen, was der MKC im Bereich Zusammenarbeit und Entwicklung der Städtepartnerschaften alles auf die Beine gestellt hat, ist die Ausstellung noch bis zum 15. August zu sehen.

Freundschaft mit Partnerstädten wurde gefestigt

Zahlreiche Treffen, Feiern und Winterfreizeiten mit Jugendlichen wurden aus Deutschland, Israel und Polen wurden in der Ausstellung zusammengetragen. Besuche von kulturellen Einrichtungen und Konzentrationslagern wurden ebenfalls dokumentiert. Es wird deutlich, dass der MKC seit vielen Jahrzehnten vorbildliche Arbeit, nicht auf politischer, aber auf sportlicher Ebene geleistet hat.

Damals als aktives Vorstandsmitglied des Mündener Kanu-Clubs hatte Münzing seit 1986 immer für einen regen Jugendaustausch der Mündener Kanuten mit Holon (Israel) und Chelmno (Polen) gesorgt. „Ich habe auch großen Wert darauf gelegt, dass die Jugendlichen in Gruppen die Dokumentationen selber angefertigt haben, auch wenn es viele Wochen Arbeit bedeutet hat“, betonte Münzing.

Engagement der Kanuten

Der jetzige MKC-Vorsitzende Joachim Spiegler lobte das Engagement von Rainer Münzing. „Ich freue mich, dass er in seinem Alter noch so aktiv dabei ist.“

Zuvor zeigte sich Pastor Andreas Risse, der auch den Gottesdienst vor der Ausstellungseröffnung gehalten hat, beeindruckt von dem, was im Jugendaustausch möglich ist. Er fragte nach den Zielen des Trinationalen Jugendaustausches. „Die Jugendlichen bekommen Einblicke in die Gesellschaft, die Kultur, den Staat und die Religion des jeweiligen Partnerlandes und entwickeln auch durch familiäre Kontakte Verständnis, Achtung und Freundschaften zu den Jugendlichen, den Familien und damit den Bürgern der Partnerländer“, berichtete Reiner Cohrs, stellvertretender Vorsitzender des MKC.

Sport verbindet

Durch das gemeinsame Hobby Sport falle dieses auch viel leichter und die Jugendlichen stünden den anderen offener gegenüber. Cohrs erwähnte aber auch, dass es zunehmend schwieriger werde, die Jugendlichen vor Ort zu begeistern, da zu viele andere Interessen vorherrschen.

Auch die Kosten würden eine Rolle spielen, es gibt weniger Zuschüsse, so wird der Eigenanteil höher. Außerdem ist es für viele Interessierte nicht möglich, den Austausch ein Jahr im Voraus fest zu legen. „Alle Jugendlichen, die Interesse haben, sind herzlich willkommen“, so Cohrs.  

Service

Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 12 bis 16 Uhr.

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