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Hann. Münden: Büste von Kaiser und Kaiserin in der Ausstellung zu Eberlein

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Von: Bettina Wienecke

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Bei der Eröffnung: Rosemarie Münder, Erste Vorsitzende (links) und Elgard Steinmüller, Geschäftsführerin der Gustav-Eberlein-Forschung, an einer Reproduktion des Gemäldes von Anton von Werner. Vorn sind Eberlein-Büsten von Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelm II. zu sehen.
Bei der Eröffnung: Rosemarie Münder, Erste Vorsitzende (links) und Elgard Steinmüller, Geschäftsführerin der Gustav-Eberlein-Forschung, an einer Reproduktion des Gemäldes von Anton von Werner. Vorn sind Eberlein-Büsten von Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelm II. zu sehen. © Bettina Wienecke

Die Erberlein-Ausstellung „Von Münden in die Welt“ konnte eröffnet werden. Begleitete wird sie von einem bunten Rahmenprogramm. Gezeigt werden seltene und besondere Stücke von des Künstlers Gustav Eberlein.

Hann. Münden – Nun hat es doch noch geklappt: Mit vierwöchiger Verspätung wurde die Sonderausstellung „Von Münden in die Welt!“ zum 175. Geburtstag des Bildhauers, Malers und Poeten Gustav Heinrich Eberlein (1847-1926) im Städtischen Museum in Hann. Münden eröffnet.

Hann. Münden: Ausstellung zu 175-Jahre Gustav Eberlein mit seltenen Stücken

Der defekte Fahrstuhl im Welfenschloss hatte den ursprünglichen Termin verhindert, da schwere Gipsoriginale zu transportieren waren. Die Schau, die zunächst bis zum 30. Oktober geht, findet mit Unterstützung der Stadt Hann. Münden, des Landkreises Göttingen (durch den Fonds für Kunst- und Kulturschaffende) und der Sparkasse statt, die sich an den Kosten des 84-seitigen bebilderten Ausstellungskatalogs beteiligt hat.

„Insbesondere danken wir allen, die mit Schenkungen und Rückführungen von Exponaten das Museum bereichert haben“, sagte Rosemarie Münder, Erste Vorsitzende des Vereins Gustav-Eberlein-Forschung, nach dem Grußwort von Hann. Mündens Bürgermeister Tobias Dannenberg. Der Verein hat die Ausstellung seit 2020 vorbereitet und die Ausrichtung aufgrund der aktuellen politischen Lage nochmals angepasst. „Wir zeigen nicht nur den Siegestaumel der Kaiserzeit, sondern mit den Eberlein-Werken „Das Leid“ und „Der verlorene Sohn“ auch die Auswirkungen des Krieges“, berichtet Rosemarie Münder.

Kritische Auseinandersetzung mit Kaiser und Krieg

Den Büsten der Kaiserin Auguste Viktoria und des Kaisers Kaiser Wilhelm II. wurden Arbeiterfiguren – ein Bleigießer, ein Industriearbeiter und ein Bergarbeiter - gegenübergestellt.

Fragmente von Eberleins Gips-Originalen, die 1960 achtlos zerstört wurden, werden mit restaurierten und teilrestaurierten Skulpturen gezeigt. Der Bildhauer Erhard Joseph, der seit vielen Jahren Eberlein-Werke restauriert, hat die Kaiserbüste erst kürzlich für die Ausstellung hergerichtet.

Elgard Steinmüller, langjährige Geschäftsführerin der Eberlein-Forschung, zeigte mit ihrem Vortrag „Erforschen-Entdecken-Bewahren-Verbreiten“ zum 40-jährigen Bestehen des Vereins dessen beachtliches Wirken auf.

Hann. Münden: kostenfreies Rahmenprogramm zu Eberlein

Das Rahmenprogramm wird als Ergänzung der Ausstellung kostenfrei angeboten, wie die Museumsleiterin Martina Krug berichtet. Am Samstag, 10. September, gibt es um 15 Uhr im Rittersaal einen Bildvortrag der Kunsthistorikerin M.A. Ute Sellmer über das drei mal sieben Meter große Gemälde „Die Macht des Meeres“ von Gustav Eberlein, das sich dort befindet. Die zweite Vorsitzende der Gustav-Eberlein-Forschung und Buchautorin über Eberlein war 1982 bei der Wiederentdeckung des zusammengerollten und stark beschädigten Kolossalgemäldes auf dem Dachgeschoss des Schlosses dabei. Bettina Wienecke)

Das Städtische Museum im Welfenschloss, Schlossplatz 5, in Hann. Münden, Tel. 05541/75 202 und 75 348, öffnet mittwochs bis sonntags von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt für Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr ist frei, darüber kostet er 1,50 Euro, ab 18 Jahren beträgt der Eintritt 3,50 Euro, die Familienkarte kostet 8 Euro. Weitere Infos: hann.muenden.de und gustav-eberlein.org

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