„Post-Punk-Pre-Grunge“

Rock aus dem Eiskeller: Die Band „More Songs About Sex“ aus Hann. Münden

More Songs About Sex: Andreas Drücke (Bassist), Lutz Prößdorf (Bassist) und Stefan Kletetzka (Gitarrist) proben im Eiskeller in Hann. Münden.
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More Songs About Sex: Andreas Drücke (Bassist), Lutz Prößdorf (Bassist) und Stefan Kletetzka (Gitarrist) proben im Eiskeller.

Rock aus Hann. Münden. Die Band „More Songs About Sex“ gibt es seit den 1980er-Jahren. Sie proben jeden Freitag im Mündener Eiskeller. Wir haben sie besucht.

Hann. Münden – „More Songs About Sex“, ein Bandname, den man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Allerdings haben die Musiker aus Hann. Münden textlich noch andere Themen in ihren Songs. „Wir singen über das Leben, über Frauen, über Partnerschaft, Trennungen, Freundschaft“, sagt Bassist Lutz Prößdorf.

Hann. Münden: Das Leben als Inspiration für die Songs

„Die Inspiration ist das Leben“, fügt Gitarrist und Sänger Stefan Kletetzka hinzu. „Stefan wollte damals Musik machen, die er mit keiner seiner Bands machen kann“, berichtet der Bassist. Er sei auf ihn zugekommen. Lutz Prößdorfs Bedingung sei gewesen, dass Andreas Drücke als Drummer mit von der Partie sein muss. Wie die drei Mündener auf den Namen gekommen sind, können sie gar nicht mehr so genau sagen. „Es ist einfach zu lange her.“

Doch welchen Sound machen die Musiker, die alle im medizinischen Bereich arbeiten? Der Name vermutet schwülstige Balladen, doch weit gefehlt. „Wir nennen es Post-Punk-Pre-Grunge“, sagt Stefan Kletetzka. Er bezieht sich damit auf die Richtung des Punkrock, der in den 1970er in England entstand und der Musikrichtung Grunge, eine Spielart des Rocks der Anfang der 1990er von Bands wie Nirvana, Soundgarden und Pearl Jam geprägt wurde.

Es ist rockiger Gitarrensound, mit kurzen einprägsamen Songs, die irgendwo noch dem Punk und vor dem Grunge angesiedelt sind. Aber auch langsamere Titel können die Musiker vorweisen.

„Wir nennen es Post-Punk-Pre-Grunge“

Die Lieder tragen Namen wie „Starwars Diaries“, „Burning“, „Gonna Get Older Now“ und „Leisure Alley“. Sie sind in englischer Sprache und alle selbst geschrieben.

„Zu anfangs spielten wir etwa zwei Prozent Coversongs, mittlerweile keine mehr“, sagt Stefan Kletetzka. Musikalische Inspiration stammt von den Beatles, Black Sabbath, Pink Floyd, Led Zeppelin und jede Menge mehr. Momentan ist geplant, dass im August neue Stücke aufgenommen werden, die dann auf CD gepresst und in allen gängigen Streamingportalen angehört werden können.

Gegründet wurde die Band mit dem denkwürdigen Namen bereits 1986. Jeden Freitag probt die Band im Mündener Eiskeller, einer Location mit Tradition im Hinterhof der Weinhandlung Winkelmann. Eine erste EP erschien im Jahr 1988, diese hatte keinen Namen. Danach war es lange ruhig um die „More Songs“.

„More Songs About Sex“ über 20 Jahre getrennt

Die Band lebte sich auseinander, sie waren über 20 Jahre getrennt. „Wir haben mehr Pause gemacht als zusammen gespielt“, sagt Stefan Kletetzka und lacht. Seit 2018 machen sie nun wieder zusammen Musik. „Stefan fiel es auf, dass unsere EP 30 Jahre alt wurde“, berichtet Andreas Drücke. Kletetzka sei über eine alte Datei gestolpert. Dann stand der Entschluss „More Songs About Sex“ wiederzubeleben.

2019 veröffentlichten sie dann auch das Album Owner of your Heart, das beispielsweise beim Musik-Streamingdienst Spotify gehört werden kann. Zudem gab es zahlreiche Liveauftritte in Hann. Münden, Göttingen, auf Privatpartys und auch in Kassel im Sandershaus. „Es ist ein tolles Gefühl auf der Bühne zu stehen“, sagen die drei Musiker.

Konkrete Termine für Auftritte gebe es aber nicht, es stehe die Idee im Raum, wieder etwas zusammen mit der Mündener Band „Yugonaughty“ zu machen. (Jens Döll)

Weite Bands und Musiker aus dem Raum Hann. Münden

Eine ganz andere Art von Musik, nämlich harten Metal mit deutschen Texten, spielt die Band „Die Legende von Nord“, von denen einige Mitglieder auch aus dem Raum Hann. Münden kommen. Rapper T.G.I. Epic. aus Münden war sogar schon bei Pro7 zu sehen.

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