„Die Kunden sind sehr einsichtig“

Baumärkte und Blumenläden seit dem Wochenende wieder geöffnet

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Baumärkte durften wieder öffnen: Bevor die Einkaufskorbwagen an Kunden weiter gegeben wurden, desinfizierte Mitarbeiter Stephan Hafke die Griffe. 

Lange Warteschlangen gab es am Samstag vor dem Hagebaumarkt Dreyer in Hann. Münden und an der Kasse. Doch die Kunden nahmen dies geduldig in Kauf.

Nach fast zwei Wochen Sperrung wegen der Corona-Pandemie, der Verkauf in der Zeit war nur für Geschäftskunden zugänglich, haben die Baumärkte seit Samstag für Privatkunden wieder geöffnet.

Auch Blumenläden haben seitdem wieder auf. Hobbygärtner und Heimwerker begrüßten dies sehr. Laut neuer Verordnung zählen Bau- und Blumenmärkte zur Gruppe der Betriebe, die Güter des täglichen Bedarfs anbieten und während der Coronakrise weiter arbeiten können. Doch gewisse Regeln müssen eingehalten werden, so unter anderem ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden, und Einlass nur nach Aufforderung, wenn ein anderer Kunde den Laden verlassen hat.

Bevor der Einkaufskorbwagen an den nächsten Kunden weiter gegeben wird, geht ein Mitarbeiter mit Desinfektionsspray und Tuch über die Griffe.

„Wir haben die Anzahl der Kunden die sich im Markt aufhalten können, anhand unserer 60 Korbwagen ausgemacht“, sagte dazu Marktleiter Manfred Hofacker.

So sei gewährleistet, dass der Abstand auch eingehalten werden kann. Rechnerisch dürften 200 Kunden gleichzeitig den Markt betreten. Ein wichtigstes Ziel sei es, Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Dazu würden alle amtlichen Auflagen zur Hygiene erfüllt.

„Die Kunden sind einsichtig und sehr vernünftig“, stellte der Marktleiter fest. Auf Unverständnis sei die bisherige Regelung, nur Geschäftskunden Eintritt zu gewähren, gestoßen. Da in dieser Zeit keine Beratungsgespräche gestattet sind, arbeiten die 18 Mitarbeiter im Verkauf im wöchentlichen Wechsel.

„So ist sichergestellt, dass auch wenn ein Mitarbeiter an Corona erkrankt, und er sowie die Kollegen in Quarantäne müssen, immer noch die Hälfte der Mitarbeiter zur Verfügung steht“, erklärt Hofacker.

Ein Blick in die Einkaufswagen zeigt, dass im Markt überwiegend Frühlingsblüher, Blumenerde, Rindenmulch, Dünger, Samen, Gartenzubehör, aber auch Grillutensilien und Farben gekauft wurden. Im Drive-in waren es Materialien für den Außenbereich.

Den Frühling und die Zwangspause im öffentlichen Leben nutzen viele Menschen, um den Garten oder das Eigenheim auf Vordermann zu bringen.

So kamen unter den Wartenden, den Mindestabstand einhaltend, auch nette Gespräche zustande. Es wurden Tipps und Erfahrungen zum Thema Garten weitergegeben und ausgetauscht. Die Atmosphäre war sehr entspannt und die Kunden wirkten ausgeglichen. 

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