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Hann. Münden bekommt Förderung für die Altstadt: Schlossplatz soll saniert werden

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Von: Kira Müller

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Übergabe der Förderung an der Wanfrieder Schlagd: von links: Reiner Cohrs, Nicole Prediger, beide von der Stadt Hann. Münden, Landesbeauftragte Dr. Ulrike Witt, Bürgermeister Tobias Dannenberg, Gerd Hujahn, MdL.
Übergabe der Förderung an der Wanfrieder Schlagd: von links: Reiner Cohrs, Nicole Prediger, beide von der Stadt Hann. Münden, Landesbeauftragte Dr. Ulrike Witt, Bürgermeister Tobias Dannenberg, Gerd Hujahn, MdL. © Kira Müller

Die Sanierung der Hann. Mündener Altstadt wird mit Fördergeldern weiter unterstützt. Bürgermeister Tobias Dannenberg hat dafür 520.000 Euro entgegengenommen.

Hann. Münden – „Hann. Münden liegt uns wirklich am Herzen“, sagte Ulrike Witt bei der Übergabe am Dienstagmittag (20. Dezember). Gerade für Fachwerkstädte bringe die Förderung viel und werde auch weiterhin sowohl für öffentliche als auch für private Projekte zum Einsatz kommen. Ziel des Förderprogramms ist es, städtebauliche Missstände in den Kommunen zu beseitigen. Die Mittel stammen aus dem Städteförderungsprogramm 2022.

Die finanzielle Lage des Haushaltes Hann. Münden sehe es also zwingend vor, dass die Stadt „in der derzeitigen Situation auf eine Förderung angewiesen ist“, erklärt Bürgermeister Dannenberg. „Und darüber sind wir sehr dankbar“, sagt er weiter.

Die 520.000 Euro seien eine Zusage, dass Ausgaben von zukünftigen Projekten in jedem Fall mit dieser Summe gefördert und möglichst weitreichend gedeckt sind. Voraussichtlich werde dieses Geld bis 2025/2026 ausgegeben, so Reiner Cohrs von der Stadtentwicklung.

„Sanierung ist eine Daueraufgabe“ – Kindertagesstätte und Marktstraße waren erste Projekte

Die Förderung betrage 90 Prozent, erklärt Cohrs. Die Stadt müsse dann noch rund 52 000 Euro dazu geben. Die Stadtverwaltung gehe aber von Mehrkosten aus, denn die Ausgaben seien so gut wie immer höher als die Fördermittel es hergeben.

„Sanierung ist eine Daueraufgabe“, erklärt Tobias Dannenberg. Seit 13 Jahren ist Hann. Münden Teil der Städtebauförderung und hat schon einige Sanierungen auf den Weg gebracht.

Die Kindertagesstätte am Schlosshof und das Gebäude in der Marktstraße waren die ersten Projekte des Sanierungsabschnittes Altstadt IV. Der Eigentümer des Fachwerkhauses in der Marktstraße ist Fritz Fehrensen. „Durch dieses Projekt konnten wir die Hann. Mündener kennenlernen. Die Menschen haben sich gefreut, dass das Haus saniert wird“, erklärt er. „Es gibt eine starke Verbindung zwischen den Mündenern und der Stadt.“

Stadtbild durch Städtebauförderung verbessern

Der ehemalige Kalifornier saniert nun, nachdem das Fachwerkhaus in der Marktstraße abgeschlossen ist, die Häuser in der Burgstraße 4 und 6. „Ich lebe gerne in Münden und möchte die Stadt mitgestalten“, so Fehrensen. Sein Ziel: Ein „Haus der Gastronomie“ zu erschaffen. „Wir sind froh, dass wir solche Liebhaber haben. Das hilft natürlich auf der einen Seite dem Stadtbild, auf der anderen Seite den Menschen mit Geschäften und Wohnungen“, erklärt Tobias Dannenberg.

Die Außenfassaden der Häuser sind bereits fertig, innen wird derzeit noch ausgebaut. „Sanierungen gehen nicht so schnell, wie man sie sich erhofft. Wahrscheinlich wären wir schon längst fertig, aber dann kam die Corona-Pandemie dazwischen“, erklärt Fritz Fehrensen. Deswegen habe alles etwas länger gedauert.

Dielengraben und Wanfrieder Schlagd durch Förderung saniert

Auch der Dielengraben und die Wanfrieder Schlagd am Ufer der Werra waren Teil der Förderung. „Die Menschen haben sich früher gar nicht hier zum Dielengraben getraut“, sagt Reiner Cohrs. „Durch die Sanierung nutzen die Einwohner und Touristen die Verbindung, zum Beispiel mit dem Fahrrad, sehr gut.“

Die nächsten Projekte sind schon in Planung: Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Rathaus und dessen äußeres Erscheinungsbild. Das Problem: In keinem der Sanierungsabschnitte ist das Rathaus eingeteilt. Eine Herausforderung, für die sich in nächster Zeit eine Lösung überlegt werden solle.

Nächstes Projekt: Schlossplatz multifunktional sanieren

Außerdem soll der Schlossplatz vor dem Welfenschloss neu und multifunktional umgestaltet werden. Dazu gab es bereits einen Workshop, in dem Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung gesammelt wurden. „Das ist ein ganz zentraler Platz“, sagt der Bürgermeister. „Mit einer Sanierung wird der Platz dem Welfenschloss erst richtig gerecht.“

Die Stadt erwartet jedoch, dass dieses Projekt lange Zeit dauern wird. „Die Archäologie wird Monate brauchen, um die Freigabe zu geben“, so Dannenberg. Die Parkplätze, die derzeit auf dem Platz zur Verfügung stehen, fallen bei einem Umbau nicht vollständig weg, so Cohrs. „Multifunktional heißt auch mit Parkplätzen. Die sollen dann aber schnell räumbar sein, zum Beispiel, wenn Veranstaltungen stattfinden.“ (Kira Müller)

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