Beschilderung ermöglicht Paddeln unter der Löwenbrücke hindurch

Hann. Münden: Beschilderung erleichtert Paddeln unter der Löwenbrücke hindurch

Kanugasse: Ein Kanut nutzt das Bauwerk an der Fulda. Nun kann man auch die Brücke davor unterfahren.
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Kanugasse: Ein Kanut nutzt das Bauwerk an der Fulda. Nun kann man auch die Brücke davor unterfahren.

Kanusport ist wichtig in Hann. Münden. Neue Beschilderung soll nun dazu beitragen, dass die Löwenbrücke gefahrlos unterfahren werden kann. Auch die Kanugasse war Thema.

Hann. Münden – Sie ist der heimliche Star für Wassersportler, insbesondere für Kanuten, in Hann. Münden: Die Kanugasse am Tanzwerder.

Diese ermöglicht seit 2003, dass Kanufahrer dem Lauf des Fuldanebenarms in die Weser folgen. Nun ist auch die Unterfahrbarkeit der Löwenbrücke einige Dutzend Meter stromaufwärts sichergestellt. Erst dadurch kommen die Kanuten zur Kanugasse.

Die Löwenbrücke am Tanzwerder.

Kanugasse sorgt seit 2003 für freie Fahrt in Hann. Münden

In Abstimmung mit dem zuständigen Wasserstraßen-Schifffahrtsamt (WSA) haben die Kommunalen Dienste (KD) von August bis Ende September einige Arbeiten vorgenommen. Es wurden vor der Brücke eine Pegellatte und Hinweisschilder montiert. Durch diese werden die Wassersportler unter der Brücke hindurchgeleitet. Vorausgegangen waren mehre Messungen, die der Mündener-Kanuklub (MKC) abhielt, berichteten der zweite Vorsitzende des Vereins, Reiner Cohrs, und das langjährige Mitglied Rainer Münzing.

Dies sei nötig gewesen, da die Löwenbrücke unterschiedliche Höhen habe und zudem in der Breite leicht geneigt sei, sagte Mündens amtierender Bürgermeister Harald Wegener. Die Anwesenden waren sich, einig, dass durch die Beschilderung und die damit erreichte Anzeige, an welcher Stelle die Brücke unterfahren werden kann, dem Wassersport in Hann. Münden sehr geholfen sei. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurde eine Notausstiegsleiter im Bereich des Schwimmbalkens des Wasser-Kraftwerks Kürschner angebracht. Eine weitere Leiter noch vor der Brücke.

„Für mich war es nie die Frage, ob die Brücke unterfahren werden kann, sondern wie“

„Für mich war es nie die Frage, ob die Brücke unterfahren werden kann, sondern wie“, sagte Wegener. Sein Dank gilt dem WSA, die die Bauarbeiten „zielführend begleitet“ hätten. Vor Ort erläuterte Rainer Münzing den Anwesenden von Verein und Verwaltung, die Geschichte und Funktion der Kanugasse.

Diese wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel gebaut. Münzing hatte zahlreiche Bilder von den damaligen Bauarbeiten dabei. Durch die Konstruktion können Kanufahrer flussabwärtsfahren, aber auch Fische können das Hindernis überwinden. „Statt über Steine fahren die Kanus über Bürsten“, sagt Münzing. Die Einrichtung der Gasse hatte 30 000 D-Mark gekostet. „Es war damals ein Vorzeigeprojekt, das als Beispiel in ganz Europa diente“, erzählt er. Seit dem ersten Oktober ist die Beschilderung der Kanugasse abmontiert und bei der Stadt eingelagert, es ist „Winterpause“. Erst Anfang Mai beginnt die Saison wieder. Trotzdem ließen sich zwei Kanuten nicht davon abhalten, den Weg zu nutzen und demonstrierten sogleich den Anwesenden den Nutzen des „heimlichen Stars“. (Jens Döll)

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