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Besonderes Eberlein-Werk: Die Geburt der Venus

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Von: Bettina Wienecke

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Ausdrucksstark: Drei mal sieben Meter ist das Gemälde „Die Macht des Meeres“ von Gustav Eberlein groß, unser Foto zeigt die Venus auf der linken Seite des Gemäldes (Ausschnitt).
Ausdrucksstark: Drei mal sieben Meter ist das Gemälde „Die Macht des Meeres“ von Gustav Eberlein groß, unser Foto zeigt die Venus auf der linken Seite des Gemäldes (Ausschnitt). © Bettina Wienecke

Zurzeit gibt es eine Eberlein-Sonderausstellung im Welfenschloss in Hann. Münden. Dabei gibt es auch besondere, seltene Werke von dem Künstler zu sehen. So „Der Gesang“ und „Die Macht des Meeres“.

Hann. Münden – Die Sonderausstellung „Von Münden in die Welt!“ zum 175. Geburtstag des Bildhauers, Malers und Poeten Gustav Heinrich Eberlein (1847-1926) im Städtischen Museum im Welfenschloss in Hann. Münden zeigt den Künstler in seiner ganzen Schaffenskraft.

Zu den Leihgaben, die zu sehen sind, gehört die fein ausgearbeitete Zinkbronze „Der Gesang - Romeo“ aus dem Jahr 1880. Sie mag Bezug nehmen auf die Tragödie „Romeo und Julia“ von William Shakespeare, die im Jahr 1597 erschien.

Die Zinkbronze „Der Gesang – Romeo“ aus dem Jahr 1880 ist derzeit in der Sonderausstellung zu sehen.
Die Zinkbronze „Der Gesang – Romeo“ aus dem Jahr 1880 ist derzeit in der Sonderausstellung zu sehen. © Bettina Wienecke

Hann. Münden: Leihgaben und Eigentum des Städtischen Museums

Keine Leihgabe, sondern seit 1989 im Rittersaal des Schlosses zu finden, ist das drei mal sieben Meter große Ölgemälde „Die Macht des Meeres“ von Gustav Eberlein. Das Kolossal-Gemälde entstand zwischen 1895 und 1899. Es war keine Auftragsarbeit und befand sich zunächst in Eberleins Atelier in Berlin. Zur großen Berliner Kunstausstellung im Jahre 1900 stellte er es der Öffentlichkeit vor. Anschließend wurde es vermutlich nach Hann. Münden verbracht. 1982 wurde das Gemälde auf dem Dachboden des Welfenschlosses wiederentdeckt. Für die Restaurierung des nicht sachgemäß aufbewahrten Werkes entstanden Kosten in Höhe von 70 000 DM. Diese konnten mit Hilfe der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Sparkasse Münden und der Unterstützung durch die Gustav-Eberlein-Forschung unter dem Vorsitz von Prof. Rolf Grimm aufgebracht werden.

Die Geburt der Venus auf Eberleines.Werk

Die Bildkomposition zeigt eine ineinanderfließende Trilogie, die sich aus drei Bereichen zusammensetzt. Sie können als „Geburt - Leben - Tod“, als „Werden - Sein - Vergehen“ oder als „Morgen - Tag und Nacht“ gedeutet werden. Der linke Teil stellt die Geburt der Venus dar. Die Mitte des Bildes zeigt das Spiel der Meerjungfrauen und Meeresungeheuer und damit den „Gesang des Meeres“. Im rechten Teil des Bildes ist der Tod in den Wellen zu sehen. (Bettina Wienecke)

Museum im Welfenschloss

Das Städtische Museum im Welfenschloss, Schlossplatz 5, in Hann. Münden, Tel. 05541/75 202 und 75 348, öffnet mittwochs bis sonntags von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt für Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr ist frei, darüber kostet er 1,50 Euro, ab 18 Jahren beträgt der Eintritt 3,50 Euro, die Familienkarte kostet 8 Euro. Infos unter: hann.muenden.de und gustav-eberlein.org

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