Kinder erhalten im Haus der Nationen Mittagstisch

Hann. Münden: Bioessen für Grundschüler in Neumünden

Gesundes Essen: Das Bild zeigt Grundschulkinder im Bistro des Hauses der Nationen. Es entstand vor dem Lockdown. Momentan ruht die Essensversorgung in der Ganztagsbetreuung der Grundschule Brüder-Grimm- Schule Neumünden
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Gesundes Essen: Das Bild zeigt Grundschulkinder im Bistro des Hauses der Nationen. Es entstand vor dem Lockdown. Momentan ruht die Essensversorgung in der Ganztagsbetreuung der Grundschule Brüder-Grimm- Schule Neumünden. (Symbolbild)

Corona machte dem Programm erst einmal ein Strich durch die Rechnung. Die Schüler der Brüder-Grimm-Schule in Neumünden (Hann. Münden) essen im Haus der Nationen zu Mittag. Diese Kooperation läuft seit September 2020. Alle Beteiligten zeigen sich zufrieden.

Hann. Münden – Ganztagsbetreuung wird für Grundschulen zum immer wichtigeren Thema. Die Brüder-Grimm-Schule in Hann. Mündener Stadtteil Neumünden bietet seit dem 21. September 2020 eine Ganztagsbetreuung an.

Schule und Haus der Nationen in Hann. Münden arbeiten zusammen

Bei der Mittagsverpflegung arbeitet man mit dem Haus der Nationen, ebenfalls in Neumünden, zusammen, berichtet Schulleiterin Christina Stolzenhain bei einer Videokonferenz mit Vertretern des Kreises, der Stadt Hann. Münden und dem Haus der Nationen. „Zu guter Bildung gehört auch gutes Essen“, sagt Kreisrat Marcel Riethig, der auch Gesellschafter der Arbeits- und Berufsförderung (GAB) Südniedersachsen ist. Die GAB gehört zu den Betreibern des Hauses der Nationen. Die Zusammenarbeit sei ein Gewinn für Hann. Münden und für den Stadtteil Neumünden. Der Kontakt mit dem Haus der Nationen sei durch Stadt und Schule zustande gekommen, so Riethig weiter. Bürgermeister Harald Wegener zeigte sich froh über die Zusammenarbeit. Er habe die Entwicklung des Hauses begleitet und „es ist was Tolles daraus geworden“.

Eine Ganztagsbetreuung an der Grundschule beinhalte ein warmes Mittagessen, so Wegener weiter. Dazu werde normalerweise eine Mensa benötigt, im Fall der Grundschule Neumünden sei man aber auf das Bistro des Hauses der Nationen aufmerksam geworden. „Es hat sich eine tolle Dynamik gebildet“, fügt der Bürgermeister hinzu. Auch für die Familien im Stadtteil sei die Kooperation ein Gewinn, trägt Stadtsprecherin Julia Bytom bei.

Corona-Krise: Momentan ruht der Betrieb

„Das Ganztagsangebot in Neumünden ist für den Standort sehr wichtig“, sagt Schulleiterin Christina Stolzenhain. Viele Eltern hätten ihre schulpflichtigen Kinder woanders eingeschult, bevor das Angebot auf die Beine gestellt wurde. Etwa 65 Kinder seien für die Ganztagsbetreuung angemeldet. Momentan ruhe dies allerdings, wegen der Corona-Krise und den damit verbundenen Regeln.

Zudem profitieren die Bewohner des Hauses der Nationen davon. Dort leben Geflüchtete, deren Kinder die Grundschule in Neumünden besuchen.

Schule in Neumünden freut sich über die Kooperation

Im Vorfeld habe es viele Gespräche zur Hygiene, Abstand und anderen Reglen geben. „Wir sind froh über die Zusammenarbeit“, sagt Andrea Petersen, Leiterin des Hauses der Nationen. Zudem musste eruiert werden, ob der Weg für die Schüler zumutbar sei. Das sei positiv bewertet worden, so Petersen. Die Strecke wird von den Verantwortlichen mit etwa 5 Minuten Fußweg angeben. Zudem sei man überrascht, wie ruhig und diszipliniert die Kinder sich verhalten hätten, fügt Petersen hinzu. In der „Nicht-Lockdown-Zeit“ sei es so gewesen, dass die Schüler in „zwei Schüben“ zum Haus der Nationen gekommen seien, berichtet Petersen. Die erste und zweite Klasse habe ein Zeitfenster von 12.45 bis 13.30 Uhr gehabt und die dritte und vierte Klasse von 13.30 bis 14.15 Uhr. Momentan ruht der Betrieb.

„Sobald es wieder geht, wollen wir sofort wieder starten“, sagt Stolzenhain. Die Kinder zeigen sich vom Essensangebot überzeugt, informieren Stolzenhain und Petersen. Für die Belieferung ist die Bioküche Leinetal aus Göttingen zuständig, so Kreisrat Riethig. (Jens Döll)

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