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Hann. Münden: Verdacht auf Blindgänger – Weitere Untersuchungen nötig

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Von: Thomas Schlenz, Jens Döll

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Das Gelände der Stadtentwässerung Hann. Münden, im Hintergrund sieht man einen Sondierungsbagger der Firma Tauber aus Hannover.
Gelände der Stadtentwässerung Hann. Münden: Dort gibt es einen Verdacht auf einen Blindgänger. Ob es sich um eine Bombe handelt, muss aber noch geprüft werden. © Fabian Diekmann

In Hann. Münden wird seit Montag (02.01.2023) nach Blindgängern gesucht. Bei einem Verdachtspunkt müsse noch untersucht werden, ob es sich um eine Bombe handelt.

Hann. Münden - Der Bombenverdachtspunkt in Hann. Münden auf dem Gelände des Eigenbetriebs Stadtentwässerung muss genauer untersucht werden. Das teilte die Stadt Hann. Münden in einer Pressekonferenz am Mittwochmittag (04.01.2023) mit.

Die Untersuchungen auf der Straße Vor der Bahn verliefen negativ – der derzeit noch gesperrte Straßenabschnitt in Hann. Münden wird voraussichtlich zum Ende der Woche wieder für den Verkehr freigegeben. Der Verdachtspunkt auf dem Bahngelände soll zu einem späteren Zeitpunkt sondiert werden. 

Hann. Münden: Verdachtspunkt muss näher untersucht werden

Auf dem Gelände des städtischen Eigenbetriebs Stadtentwässerung in Hann. Mündener Ortsteil Gimte wurde am Montag (02.01.2023) mit den Sondierungsarbeiten begonnen, hieß es dazu vom Stadtsprecher Mathias Simon. Der Verdachtsfall auf dem Grundstück hat sich laut des für die Sondierung zuständigen Unternehmens Tauber aus Hannover erhärtet.

Am Mittwoch wurde eine Nachbohrung unternommen, um das bislang unbekannte Objekt im Boden für nachfolgende Untersuchungen genauer zu lokalisieren. Ob es sich dabei um ein Kampfmittel handelt, konnte nicht abschließend bestätigt werden.

Die durch das Unternehmen Tauber gewonnenen Sondierungsergebnisse wurden an den Kampfmittelräumdienst des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) übermittelt. Technische Voruntersuchungen des Bombenverdachtspunktes sollen voraussichtlich am Dienstag (10.01.2023) oder Mittwoch (11.01.2023) nächster Woche erfolgen.

Negative Ergebnisse bei weiterem Verdachtspunkt in Hann. Münden

Am Bombenverdachtspunkt an der Straße Vor der Bahn verlief die Sondierung am Dienstag (03.01.2023) negativ. Die durch die Arbeiten in Mitleidenschaft gezogene Asphaltschicht wird umgehend von der Firma Kirchner versiegelt.

Straßensperrung in Hann. Münden wegen Blindgängersuche an der Straße Vor der Bahn.
Blindgängersuche in Hann. Münden: Die Suche an der Straße Vor der Bahn (Bild) verlief negativ. Anders ist es auf dem Gelände der Stadtentwässerung in Gimte. Dort muss weiter geprüft werden, hieß es. © Kira Müller

Die Kommunalen Dienste teilen mit, dass voraussichtlich zum Ende der Woche die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

Bahn erteilt keine Genehmigung für dritten Verdachtspunkt

Der dritte Verdachtspunkt auf dem Bahngelände wurde nicht untersucht. Die Deutsche Bahn habe keine Genehmigung für eine Streckensperrung erteilt, hieß es. Das Unternehmen kündigte jedoch an, dass die Untersuchungen im Laufe des Frühjahrs nachgeholt werden.

Die Kosten für die Sondierungsarbeiten hat die Stadt Hann. Münden zu tragen. Für die Beseitigung des Kampfmittels, sofern es sich um ein solches handelt, kommt das Land Niedersachsen auf, hieß es von der Stadtverwaltung. (Jens Döll/Thomas Schlenz)

Magnetische Abtastung

Bei den Untersuchungen wurde ein sogenanntes Bohrraster erstellt. In mehrere Bohrlöcher wurden zunächst Kunststoffrohre und dann eine Sonde eingelassen, die die Umgebung im Erdreich magnetisch abtastet. Bei diesem Verfahren können Blindgänger ausfindig gemacht werden.

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