Konzert im Welfenschloss

Kulturring: Der Broadway zu Gast in Hann. Münden - Musicals vom Feinsten

Einen unvergesslichen Musical-Abend im Broadway-Flair vermittelten Marie Giroux, Joseph Schnurr und Jenny Schäuffelen.
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Einen unvergesslichen Musical-Abend im Broadway-Flair vermittelten Marie Giroux, Joseph Schnurr und Jenny Schäuffelen.

„It’s showtime“, hieß es am Freitagabend im Rittersaal des Welfenschlosses. Zu einem Musical-Abend hatte der Mündener Kulturring eingeladen.

Hann. Münden – „It’s showtime“, hieß es am Freitagabend im Rittersaal des Welfenschlosses. Zu einem Musical-Abend mit Marie Giroux, Joseph Schnurr und Jenny Schäuffelen hatte der Mündener Kulturring eingeladen. Zur Begrüßung stellte Brunhilde Ulbricht, Vorsitzende des Kulturrings fest, dass mit jedem Konzert die Besucherzahlen steigen würden.

Hann. Münden: „Willkommen, Bienvenue, Welcome“

Wie sollte es anders sein, mit dem Song „Willkommen, Bienvenue, Welcome“ aus dem Musical „Cabaret“ begrüßten die Mezzosopranistin Marie Giroux, der Tenor Joseph Schnurr die Besucher, begleitet von Pianistin Jenny Schäuffelen. Die Uraufführung des Musicals fand am 20. November 1966 im Broadhurst Theatre am New Yorker Broadway statt. Danach wurde das Publikum nach Paris entführt mit dem Song „Du hast Glück bei den Frau‘n Bel Ami“. Da fühlte sich Marie Giroux zu Hause, denn die Mezzosopranistin wurde in Avignon (Frankreich) geboren.

Ob „Maria“, „Tonight“ und „Somewhere“ aus Leonard Bernsteins „West Side Story“, oder dem Musical-Song „As Time Goes By“, von Herman Hupfeld, der erst lange nach seiner Veröffentlichung durch die Verwendung im Film „Casablanca“ mit Humphrey Bogart weltbekannt wurde, das Trio verstand es, das Publikum mitzureißen. Sie verzauberten die Zuhörer mit einem unvergesslichen Abend und entführten sie nach New York, ins Londoner Westend, nach Wien und natürlich nach Paris.

Hintergründe zu den Musicals erläutert

Marie Giroux führte durch das Programm, erzählte einiges zu den Musicals und baute humorvoll Anekdoten und Kurioses aus dem Leben der Komponisten mit ein, wie zum Beispiel, dass Leonard Bernstein ein Mensch war, der gerne schnell Freundschaften schloss. Er war bekannt dafür, alle Menschen gleich zu umarmen und zu küssen. Vor einer Papst-Audienz erhielt er von einem Freund ein Telegramm, in dem er ihn darauf hinwies, den Papst nicht auf den Mund zu küssen, sondern nur seinen Ring. Marie Giroux versprach auch Tränen, weil Musicals sehr emotional sein können und überreichte Brunhilde Ulbricht Taschentücher mit der Bitte diese im Publikum weiter zu geben.

Sie hatte nicht zu viel versprochen mit „Memory“ aus „Cats“ von Andrew Lloyd Webber kamen bei vielen Besuchern Emotionen hoch. Vom gleichen Komponisten war auch „All I Ask Of You“ aus „Phantom der Oper“. „Wunderbar“, aus „Kiss me Kate“ lebte das Duo auf der Bühne indem es sein gewaltiges Stimmvolumen eingesetzte. Der Broadwayzauber erstreckte sich weiterhin auf die Musicals „My fair Lady“, „Elisabeth“, „Les Misèrables“.

Standing Ovations nach Ende der Aufführung

All diese bekannten Hits aus großen Musical-Produktionen präsentierten die Drei mit Glanz und Glamour. Das Finale gestalteten sie mit „Time to say good bye“.

Doch das Publikum sah es etwas anders, es forderte Zugaben, die mit „What a wonderful world“ von Louis Armstrong und „Can You Feel The Love Tonight“ von Elton John, gewährt wurden. (Petra Siebert)

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