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Dorfanlagen in Hann. Münden werden wohl teurer – Rat berät über Energiezuschlag

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Jemand dreht die Heizung auf
Preissteigerung bei Heizkosten sind auch in Dorfgemeinschaftsanlagen in Hann. Münden zu spüren. © IMAGO/agrarmotive

Dorfanlagen werden in Zukunft wegen Preissteigerungen bei der Beheizung wohl teurer. Der Rat will in seiner nächsten Sitzung über einen Energiezuschlag beraten.

Hann. Münden – Wer für Feste und Feiern künftig eine der Dorfgemeinschaftsanlagen in Hann. Münden nutzen möchte, muss wohl tiefer in die Tasche greifen. Der Rat wird in seiner nächsten Sitzung über einen Energiezuschlag beraten, der für das Jahr 2023 gelten soll.

Im Stadtentwicklungsausschuss sind sich bei der jüngsten Sitzung bereits alle stimmberechtigten Ratsmitglieder einig gewesen und haben dafür gestimmt. Dieser Energiezuschlag, so die Verwaltung in ihrem Beschlussvorschlag, setze sich zusammen aus der Erhöhung des Grundpreises um das 0,1-fache zuzüglich des Heizungszuschlags, der auf 2,4-fache angehoben werden soll.

Energiepreise führen zu teureren Dorfgemeinschaftsanlagen in Hann. Münden

Zur Begründung heißt es darin weiter, dass durch die Energiekrise die Stadt Hann. Münden für die Dorfgemeinschaftshäuser ab 2023 für die Heizung das rund 2,4-fache und für den Strom das etwa 1,4-fache des jeweiligen Arbeitspreises zahlen müsse. Der Energiezuschlag werde auf einen vollen Euro-Betrag abgerundet. Diese Kostensteigerungen seien von den Versorgungsbetrieben Hann. Münden ermittelt worden.

Kostenbeispiel Laubach

Nach den Plänen für einen Energiezuschlag für das Jahr 2023 mit einem Faktor 2,4 bei der Beheizung und 0,1 beim Grundpreis läge dieser zum Beispiel für das Dorfgemeinschaftshaus in Laubach abgerundet bei 158 Euro. Die Nutzung des Hauses für einen Tag läge dann bei 278 Euro. Bisher kostet es 181 Euro (120 Grundpreis und 61 Heizung). Die neue Gebührenordnung für die Dorfgemeinschaftshäuser ist im Mündener Rat am Donnerstag, 15.12.2022, Thema.

Beheizt würde die Mehrzahl der Dorfgemeinschaftshäuser mit Öl, „hier liegen die Preissteigerungen jedoch im ähnlichen Rahmen wie beim Gas“. Betroffen, so Kevin Barth (SPD), Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, seien nicht die Vereine mit ihren Aktivitäten, sie könnten die Häuser weiterhin unentgeltlich nutzen, sondern es gehe um Bürger, die die in den Anlagen private Feste feiern wollten.

Gerd Hujahn, SPD-Landtagsabgeordneter und Ortsbürgermeister von Lippoldshausen, hat Verständnis für den Verwaltungsvorschlag. Er sei „traurig, aber nachvollziehbar“. Die Kosten seien in allen Bereichen gestiegen.

Kevin Barth Stadtentwicklungsausschuss
Kevin Barth Stadtentwicklungsausschuss © Privat

Auch für Christian Menz, Ortsbürgermeister von Laubach, sei der Zuschlag verständlich. Aber für die weitere Nutzung der Häuser eher ungünstig. Er möchte auch noch andere Möglichkeiten berücksichtigt sehen, um die Energiekosten zu senken. So müsse in Laubach die Heizungssteuerung modernisiert werden, um flexibler auf kurzfristig veränderte Nutzungszeiten reagieren zu können. (Ekkehard Maass)

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