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Zweiter Weserstein: Gesandtschaft aus Blexen besucht Hann. Münden

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Von: Jens Döll

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Von Weserfischern gefangen: Fritz Jacob aus Blexen übergab Dr. Eisenbart (Thorsten Schmook) einen geräucherten Aal.
Von Weserfischern gefangen: Fritz Jacob aus Blexen übergab Dr. Eisenbart (Thorsten Schmook) einen geräucherten Aal. © Jens Döll

Delegation aus Blexen besucht Hann. Münden. Hintergrund ist der zweite Weserstein, der als „Bruder“ in Blexen (Nordenham) im Sommer 2021 aufgestellt wurde. Die Gesandtschaft erkundete die Altstadt von Münden.

Hann. Münden/Blexen – Zwei Wesersteine, einer am Ursprung des Flusses, der andere an der Mündung der Weser in die Nordsee. Die Stadt Hann. Münden verbindet seit vergangenem Jahr dieses Wahrzeichen mit dem Stadtteil Blexen der Stadt Nordenham.

Hann. Münden: Besuch aus Blexen

Um die Freundschaft weiter zu fördern, besuchte eine Delegation von 40 Blexern die Dreiflüssestadt und brachte Geschenke mit. Überreicht wurden an Bürgermeister Tobias Dannenberg und an Dr. Eisenbart, alias Thorsten Schmook, Ansichtskarten. Auf diesen ist der Blexer Weserstein zu sehen. Insgesamt wurden 2000 Karten gedruckt, von denen nun Eisenbart bei seinen Stadtführungen einige verteilten kann. Zudem werden die Karten an die Touristinfo gegeben und an Verwaltungsmitarbeiter ausgegeben.

In Blexen: Der neue Weserstein in Nordenham-Blexen ist enthüllt. Bürgermeister Carsten Seyfahrt (Nordenham, von links), Bürgermeister Axel Linneweber (Budjadingen) , Initiator Fritz Jacob und Bürgermeister Harald Wegener (Hann. Münden).
In Blexen: Der neue Weserstein in Nordenham-Blexen ist enthüllt. Bürgermeister Carsten Seyfahrt (Nordenham, von links), Bürgermeister Axel Linneweber (Budjadingen) , Initiator Fritz Jacob und der ehemalige Bürgermeister Harald Wegener (Hann. Münden). © StadtHann. Münden/Hann. Münden marketing GmbH

„Ich hör schon des Dorfs Getümmel, hier ist des Volkes wahrer Himmel (...) Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein“, steht auf den Postkarten, ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe. Organisator Fritz Jacob von der Blexer Ortsgemeinschaft sagte während der fünfstündigen Fahrt der Delegation von Blexen nach Münden: „Es lag mir am Herzen. Es nutzt nichts, nur den Stein aufzustellen, man muss darüber reden.“

Und das taten er und der stellvertretende Bürgermeister von Nordenham, Uwe Thöhle. Sie fanden sich im Ratsbrauhaus ein. Dort überreichte Jacob Bürgermeister Dannenberg die Karten. Für Dr. Eisenbart gab es etwas Besonderes: einen Aal. Dieser wurde von einem Weserfischer gefangen.

„Der Aal kommt aus Hann. Münden, das konnte man ihm ansehen“, sagte Jacob und der Doktor staunte nicht schlecht über den in Zeitung eingeschlagenen, geräucherten Fisch. Im Gegenzug bekam Fritz Jacob „original Dr. Eisenbart Bräu“ aus dem Ratsbrauhaus überreicht. „Aal und Bier, das rat ich dir“, antwortete der Blexer darauf. „Ich habe die Entwicklung vergangenes Jahr mit Interesse verfolgt“, berichtet Bürgermeister Dannenberg.

„Der Aal kommt aus Hann. Münden, das konnte man ihm ansehen“

Empfang in Münden: Bürgermeister Tobias Dannenberg, Initiator Fritz Jocob, Thorsten Schmook als Dr. Eiisenbart und Nordenhams stellv. Bürgermeister Uwe Thöle.
Empfang in Münden: Bürgermeister Tobias Dannenberg, Initiator Fritz Jocob, Thorsten Schmook als Dr. Eiisenbart und Nordenhams stellv. Bürgermeister Uwe Thöle. © Jens Döll

Der erste Besuch einer Delegation aus Blexen fand noch unter seinem Vorgänger statt. Die Fahrt durch halb Deutschland sollte bereits früher stattfinden, doch Corona machte dem Unterfangen ein Strich durch die Rechnung. „Wichtig ist uns, dass der Stein nicht als Konkurrenz zu Hann. Münden errichtet wird, sondern als Verbindung“, sagte Jacob bei der offiziellen Eröffnungsfeier des zweiten Wesersteins im Juli 2021.

Im Vorfeld war eine 25-köpfige Fahrraddelegation die über 400 Kilometer entlang der Weser abgefahren. Der Blexer Weserstein soll bald die genauen Koordinaten des Übergangs der Unter- in die Außenweser erhalten. Dafür muss der 2,5 Tonnen schwere Stein vom Sockel abmontiert und in die Steinmetz-Werkstatt transportiert werden.

Nach der Begrüßung im Ratsbrauhaus und einem zünftigen Mittagsessen ging es für die nordische Delegation einmal quer durch die historische Altstadt, auf einer etwa 1,5 Stunden langen Tour mit Dr. Eisenbart.

Am Mündener Weserstein sang die Gesandtschaft die Butjadinger Hymne. „Das war wohl das erste Mal, dass das Lied hier erklingt und vielleicht das letzte Mal“, sagte Fritz Jacob. (Jens Döll)

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