Kooperation von Wasserversorgern und Landwirten

Altkreis Münden : Kooperation von Wasserversorgern und Landwirten

Rissig und ausgetrocknet ist der Boden
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Trockenheit bedroht die Trinkwasserversorgung. (Symbolbild)

Das Schonen von Trinkwasser steht auf der Agenda der Kooperation Obere Weser. In dieser arbeiten der Wasserverband Peine und die Versorgungsbetriebe Hann. Münden mit Landwirten zusammen.

Hann. Münden/Peine – In sieben Wassergewinnungs- oder Schutzgebieten wird gewässerschonend auf dem Feld gearbeitet. Damit soll die Qualität des Trinkwassers geschützt werden. Das teilt der Wasserverband Peine mit. Die sieben Gebiete sind seit 2007 Teil der Kooperation Obere Weser, in der Landwirte und die Wasserversorger aus Peine und Münden zusammenarbeiten.

EU und Land Niedersachsen fördern das Programm

Der Mehraufwand werde über Fördergeld der EU und Niedersachsen erstattet, heißt es aus Peine. Der Wasserverband Peine fungiert in dieser Kooperation als Geschäftsführer, die Versorgungsbetriebe Hann. Münden und Landwirte sind Mitglied.

Vor Kurzem stimmten sie ihr Vorgehen für 2021 ab und zogen Bilanz aus dem vergangenen Jahr. 2020, so heißt es in einer Mitteilung des Wasserverbandes Peine, konnten durch die Kooperation 7329 Kilogramm Stickstoffeintrag vermieden werden. Zudem wurden freiwillige Leistungen wie die aktive Brachenbegrünung, die reduzierte Bodenbearbeitung und der Zwischenfruchtanbau umgesetzt. „Für 2021 haben wir bereits auf 75 Hektar eine reduzierte Bodenbearbeitung als freiwillige Vereinbarungen abgeschlossen. Zudem erhalten wir den hohen Anteil der gewässerschonenden Ausbringung von Wirtschaftsdüngern, im letzten Jahr waren es 45 Hektar, für 2021 sind 44 Hektar Fläche geplant“, so wird Carsten Drewes vom Ingenieurbüro Geries, das mit der Gewässerschutzberatung der Kooperation beauftragt ist, zitiert.

Landwirte legen sich freiwillige Vereinbarungen auf

Bei den freiwilligen Vereinbarungen handele es sich um sogenannten Vertragsgewässerschutz. Dabei verpflichtet sich ein Landwirt vertraglich, einen Beitrag zum Gewässerschutz auf einer bestimmten Fläche zu machen. Dafür bekommt er dann einen finanziellen Ausgleich. Jedes Jahr werde im Kooperations-Ausschuss beraten, welche freiwilligen Vereinbarungen förderfähig sind. Die in der Kooperation Obere Weser engagierten landwirtschaftlichen Betriebe treffen dann die Entscheidung, welche Projekte sie vertraglich für ihre Flächen abschließen wollen, so Drewes weiter.

Schutzkonzept gilt bis einschließlich 2023

Für 2021 sollen freiwillige Vereinbarungen auf 237 Hektar erfolgen. „Unser Ziel ist es, den Eintrag von Stoffen über den Boden ins Gewässer oder ins Grundwasser nachhaltig zu reduzieren“, so Stefan Beer, Technischer Leiter der Versorgungsbetriebe Hann. Münden. Das Konzept der Kooperation Obere Weser beruht auf einem Zweisäulenmodel: Es umfasst die Gewässerschutzberatung der Landwirte und die freiwilligen Vereinbarungen. Die Kooperation umfasst die Gebiete Klus/Oberode der Versorgungsbetriebe Hann. Münden und Bramwald/Scheden/Speele/Nienhagen/Uschlag des Wasserverbands Peine. Das aktuelle Schutzkonzept, gilt bis einschließlich 2023, heißt in der Mitteilung. (Jens Döll)

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