Erweiterung geplant 

Hann. Münden: DRK übergibt Sozialstation an neue Inhaber 

Schlüsselübergabe bei der Sozialstation in Hann. Münden: Unser Bild zeigt (von links) Stefanie Hennig, Robert Kohl, Raffaela Mengel (Pflegedienstleitung), Diana Kurz-Hoffmann (DRK) und Petra Reußner (DRK). 
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Schlüsselübergabe bei der Sozialstation in Hann. Münden: Unser Bild zeigt (von links) Stefanie Hennig, Robert Kohl, Raffaela Mengel (Pflegedienstleitung), Diana Kurz-Hoffmann (DRK) und Petra Reußner (DRK). 

Übergabe in der Dreiflüssestadt: Der DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim übergab die Sozialstation Hann. Münden an neue Inhaber. Geschäftsführer ist nun Robert Kohl. 

Hann. Münden „Gutes in gute Hände“, unter diesem Motto übergab der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Göttingen-Northeim als Gesellschafter die Sozialstation Hann. Münden an neue Inhaber. Geschäftsführer und Mitinhaber ist nun Robert Kohl. Der Betrieb, so die Verantwortlichen, soll normal weiter laufen. Auch der Name soll beibehalten werden.

DRK: Neuer Inhaber für die Sozialstation in Hann. Münden 

Kohl kann Erfahrung im Pflegebereich vorweisen. Zusammen mit seiner Frau hat er im Jahr 2012 in Potsdam einen Pflegedienst mit drei Mitarbeitern übernommen, der laut seinen Angaben mittlerweile stark gewachsen sei und 200 Patienten versorgt. Zudem führt er ein Beratungsunternehmen. Seine Karriere begann er als Kaufmann im Eisenbahn- und Straßenverkehr in Baden-Württemberg. Seit 2006 betreibt er sein eigenes Verkehrsberatungsunternehmen.

Wirtschaftliche Umstände seien der Grund gewesen, warum der DRK-Kreisverband sich entschlossen habe, die Sozialstation abzugeben, so Kohl. Für ihn stellt die Lage in Hann. Münden eine ideale Expansionsmöglichkeit dar, zudem erinnere ihn die Situation der Sozialstation an den Pflegedienst, den er mit seiner Frau zusammen in Potsdam übernommen habe. Auch dort habe es wirtschaftliche Probleme, unklare Kompetenzen und eine unzeitgemäße Software gegeben. Die Pflegekräfte sollen von einer „leistungsgerechten Vergütung“ profitieren.

Hann. Münden: Ideen für Erweiterung der ehemaligen DRK-Sozialstation gibt es bereits 

„Unser erstes Ziel, das wir in Angriff nehmen müssen, ist die wirtschaftliche Stabilisierung des Betriebes“, so Kohl. Dazu werde bis zum Jahresende eine neue Software eingeführt, zudem werde der Betrieb umstrukturiert und interne Prozesse vereinfacht. Langfristig plane die neue Leitung, den ambulanten Dienst zu erweitern. Auch gebe es Überlegungen, eine Tagespflege und eine Senioren-Wohngemeinschaft aufzubauen, sagt Kohl auf Anfrage unserer Zeitung. Gerade nach solchen Wohngemeinschaften steige die Nachfrage enorm, sie werden als Alternative zu Pflegeheimen gesehen. Eine Herausforderung dabei sei, ausreichend qualifiziertes Personal dafür zu finden.

„In Zukunft wird sich das DRK im Raum Hann. Münden weiterhin verstärkt auf den Hausnotruf sowie den Bereich Kinder und Familie konzentrieren“, so Petra Reußner, Kreisgeschäftsführerin des DRK Göttingen-Northeim über den Rückzug des Kreisverbandes von der Sozialstation Hann. Münden.

Hann. Münden: Neuer Geschäftsführer der Sozialstation ist Robert Kohl

Robert Kohl von der Sozialstation Hann Münden. Er ist der neue Geschäftsführer und Mitinhaber. 

Robert Kohl (Jahrgang 1966), begann seine Karriere als Kaufmann im Eisenbahn- und Straßenverkehr im baden-württembergischen Neuffen. Ab 1991 studierte er Betriebswirtschaft in Stuttgart und war ab 1994 bei der Wieslauftalbahn in der Betriebsleitung tätig. Nach weiteren Stationen in der Eisenbahnbranche gründete er 2006 mit Innoverse sein eigenes Verkehrsberatungsunternehmen. In die Pflegebranche stieg er mit seiner Frau Eva ein. Sie übernahmen 2012 einen Pflegebetrieb in Potsdam. 

Von Jens Döll 

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