Stadt gesäubert

Hann. Münden: Ehrenamtliche sammelten Müll - Komplette Toilette gefunden

Einige der Helfer, die sich zu der kurzfristig anberaumten Müllsammelaktion eingefunden haben.
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Einige der Helfer, die sich zu der kurzfristig anberaumten Müllsammelaktion eingefunden haben.

In Hann. Münden fand am Samstag eine Müllsammelaktion statt. Ehrenamtliche befreiten die Stadt und auch den Fluss Fulda von Unrat. Auch eine komplette Toilette wurde gefunden.

Hann. Münden – Die für Samstag kurzfristig gestartete Müllsammelaktion hat sich gelohnt, eineinhalb Kubikmeter Müll sind dabei zusammen gekommen. Coronabedingt musste die bislang immer im Frühjahr veranstaltete Putzaktion „Münden putzt sich raus“ ausfallen.

Wegen der starken Verschmutzung der Innenstadt an den belebten Plätzen und in den Grünanlagen wurden interessierte Menschen der Stadt von den Kommunalen Diensten und dem Ordnungsamt, in Absprache mit dem Bürgermeister und der Geschäftsführung Erlebnisregion zu einer Reinigungsaktion aufgerufen. Es waren elf Erwachsene und sieben Kinder dabei, die eifrig mit gesammelt haben.

Hann. Münden: Müllsammelaktion am Samstag

Gesucht wurde vor allem im Bereich Wallanlagen, rund um das Schloss, die Wege zu den Schulen, zum Bahnhof, Bahnhofstraße, Rosenstraße, Burgstraße inklusive Seitengassen. Die Müllsäcke und sperriger Müll wurden am Ende von Mitarbeitern der Kommunalen Dienste eingesammelt.

„Mit dabei waren unter anderem eine komplette Toilette, eine Krawatte, Schnapsflaschen, Kürbiskernschalen und Unmengen Einmalmasken“, berichtete Julia Bytom, Pressesprecherin der Stadt, die sich mit an der Sammelaktion beteiligt hat. Am Spielplatz/Bolzplatz und an den Schulen lag vornehmlich „Kindermüll“, wie Süßigkeiten-Verpackungen. „Aber am schlimmsten waren die vielen Zigarettenkippen und -schachteln, die überall achtlos überall weggeworfen wurden“, stellte Anja Fehrensen von „Münden Aktiv“ (MÜNA) fest. Besonders viele lagen auf den Parkplätzen der Sparkasse und der Post.

Festgestellt wurde von den Helfern, dass im Bereich der Schulen und im Forstbotanischen Garten bereits Sammelaktionen im Vorfeld gelaufen sind, denn dort lag wenig Abfall. Vermutlich hat der Aufruf einige animiert, Müll zu beseitigen. Bereits am Freitag hat das Team der Kulturfabrik den Vorplatz am Hagelturm von Müll und wucherndem Unkraut befreit.

„Wir hätten uns gefreut, wenn sich mehr freiwillige Helfer an der Aktion beteiligt hätten“

„Wir hätten uns gefreut, wenn sich mehr freiwillige Helfer an der Aktion beteiligt hätten“, so Anja Fehrensen und Julia Bytom. Es waren überwiegend Mitglieder von Münden Aktiv, die so ihrem Motto „machen statt meckern“, nachgekommen sind. Vermutlich sei die Vorbereitungszeit zu kurz gewesen.

Die nächste Aktion „Münden putzt sich raus“ wird nach Darstellung von Bytom wieder langfristig vorbereitet und soll am 9. April 2022 stattfinden. Damit die Stadt auch künftig sauber bleibt, plant Münden Aktiv in regelmäßigen Abständen – alle zwei Monate – zu einer kurzen Müllsammelaktion aufzurufen. Daten, Zeiten, Treffpunkt und Ablauf werden noch bekannt gegeben. „Unter dem Motto, jeder kann mitmachen, keiner muss mitmachen, wollen wir einfach unsere Stadt ein bisschen sauberer halten und somit zum Mitmachen animieren“, sagt dazu Gruppenvorsitzender Fritz Fehrensen.

Der Verein „Bootshaus Nummer 1“ beteiligte sich auch

Der Verein „Bootshaus Nummer 1“ beteiligte sich an der Aktion am Samstag. Die mehrfach coronabedingt abgesagte und verschobene Aktion „Münden putzt sich raus“ sei zum Anlass genommen worden, um Abfälle am Flussufer der Fulda einzusammeln und umweltgerecht zu entsorgen, teilt Sandra von Stein-Salisbury, Vorsitzende des Vereins, mit.

Der Verein „Bootshaus Nummer 1“ zog Unrat aus der Fulda.

Insgesamt hätten über den Tag hinweg etwa 20 Bootshaus Nummer 1 Mitglieder und Sympathisanten am stadtseitigen Fuldaufer einiges an Müll einsammeln und entsorgen können. „Für den Verein Bootshaus Nummer 1 steht die Erhaltung der Gewässer in Hann. Münden als Lebensraum für Natur und Mensch an oberster Stelle, so konnten wir uns hier alle begeistert und zahlreich einbringen“ erläutert von Stein-Salisbury.

Müll aus der Fulda an Land gezogen

Ausgerüstet mit Greifern und Müllsäcken wurden die Uferbereiche vom „Land“ aus herausgeputzt. Zudem fuhren einige Mitglieder mit den Booten heraus, um so, mit der Hilfe von Magneten, Müll aus dem Fluss zu fischen. Es sei, so Stein-Salisbury, ein „respektabler Müllberg“ zusammengekommen.

Der Verein „Bootshaus Nummer 1“ wurde vor Kurzem offiziell gegründet und befindet sich momentan im Prozess der notariellen Eintragung als „e.V.“– eingetragener Verein, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Die Räume im Bootshaus Nummer 1 an der Fulda dienen zur Zeit als Vereinsheim und als Lager für die Boote des Vereins. Der Name wurde gewählt, weil das Vereinsheim das erste Bootshaus in Hann. Münden an der Fulda an der Fulda ist, dass man erblickt, wenn man über die Bundesstraße 496 in Richtung der Dreiflüssestadt fährt.

Neben dem Wassersport setzt sich der Verein auch für die naturnahe und biotoperhaltende Nutzung der Gewässer und Uferbereiche in und um Hann. Münden ein, so Stein-Salisbury in der Mitteilung. (Petra Siebert/Jens Döll)

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