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Hann. Münden: Endspurt bei der Ausstellung „BrotZeit“

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Von: Bettina Wienecke

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Ein Klassiker: Die Sonderausstellung „BrotZeit“ im Städtischen Museum zeigt bis Sonntag, 26. Juni, Maschinen, wie diese zum Kurbeln aus dem Alexanderwerk.
Ein Klassiker: Die Sonderausstellung „BrotZeit“ im Städtischen Museum zeigt bis Sonntag, 26. Juni, Maschinen, wie diese zum Kurbeln aus dem Alexanderwerk. © Bettina Wienecke

Endspurt bei der Ausstellung „BrotZeit“ im Welfenschloss in Hann. Münden. Bis zum 26.06.2022 geht die Ausstellung noch. Im heutigen Text spielen Brotschneidemaschinen die Hauptrolle.

Hann. Münden – Nur noch bis Sonntag, 26. Juni, ist sie im Städtischen Museum im Welfenschloss zu sehen, dann zieht die Wanderausstellung „BrotZeit“ weiter. Wenig später soll dann eine neue Schau Einzug halten im Hann. Mündener Museum.

Neue Ausstellung in Vorbereitung

Die Sonderausstellung „Gustav H. Eberlein - ein Künstler zwischen Münden und Metropolen“ ist für den Zeitraum vom 10. Juli bis 3. Oktober 2022 geplant. Zum 175. Geburtstag des Bildhauers, Malers und Poeten Gustav Heinrich Eberlein (1847-1926) veranstaltet der Verein Gustav-Eberlein-Forschung wieder eine größere Ausstellung mit Werken aus den Depots und privaten Leihgaben.

Für die Schau des Landschaftsverbands Südniedersachsen und des Europäischen Brotmuseums Ebergötzen hat die Kuratorin Astrid Vettel aus Göttingen viel Wissenswertes zusammengetragen.

Hann. Münden: Maschinen die Brot zerschneiden

Der Sammler und Künstler Reinhold Wittig (85) überließ dem Brotmuseum seine Sammlung von Brotschneidemaschinen. „Den überwiegenden Teil seiner Sammlung trug er in den 1990er-Jahren in Dänemark zusammen“, berichtet sie.

Fladenbrote können leicht mit den Händen „gebrochen“, also zerteilt werden, erfahren die Besucher. Wird der Teig mit Hefe oder Sauerteig gebacken, entsteht jedoch eine Kruste, die mit einem Messer geschnitten werden muss. Brotschneidemaschinen wurden im 19. Jahrhundert erfunden.

Messerschmied aus Solingen erfand den Wellenschliff

Der deutsche Bäckermeister, Erfinder und Unternehmensgründer Fritz Lieken (1895-1961) machte ab 1926 geschnittenes und haltbar verpacktes Brot zum Verkaufsschlager. Neben Hebelschneidemaschinen gab es Rundläufer mit einem Rundmesser, die um 1900 bereits im Sortiment des Alexanderwerks waren. Das 1885 gegründete Unternehmen konstruiert heute Maschinen für die Chemie-, Pharma- und Nahrungsmittelindustrie. Ab 1930 machten Rundmesser mit Zähnen die Maschinen zu Allesschneidern.

Der Messerschmied Franz Güde aus Solingen entwickelte den erforderlichen Wellenschliff mit spitzen Zähnen. In den 1960er-Jahren kamen dann elektrische Schneidemaschinen auf, die in der Ausstellung ebenfalls zu sehen sind. (Bettina Wienecke)

Öffnungszeiten in Hann. Münden

Das Städtische Museum im Welfenschloss, Schlossplatz 5, in Hann. Münden, Tel. 0 55 41/75 202 und 75 348, öffnet mittwochs bis sonntags von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt für Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr ist frei, darüber kostet er 1,50 Euro, ab 18 Jahren beträgt der Eintritt 3,50 Euro, die Familienkarte kostet 8 Euro.

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