Klimaschutz für Neumünden

Energetische Sanierung des Quartiers geht in nächste Phase

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Ein energetischer Sanierungsfahrplan für die Brüder-Grimm-Schule in Neumünden ist Teil der Entwicklungsideen.

Die Pläne für die energetische Sanierung Neumünden werden konkreter. Nachdem in einer ersten Stufe ein Sanierungskonzept für das Quartier erarbeitet wurde, startet nun Phase zwei.

Mit dem sogenannten Sanierungsmanagement sollen konkrete Maßnahmen zum Energiesparen und Klimaschutz angestoßen und umgesetzt werden.

Verantwortlich für das Sanierungsmanagement ist die Architektin und Energieberaterin Sabine Conti, die seit Anfang Februar mit einer halben Stelle bei der Stadt Hann. Münden angestellt ist. „Ich sehe mich als neuen Puzzlestein für das Projekt“, sagt Conti. Ihre Aufgabe sei es, die Menschen im Quartier für eine nachhaltige Entwicklung zusammenzubringen.

Dafür habe sie bereits viele Gespräche geführt, wie Klimaschutzgespräche für Hausbesitzer. „Ich spreche ergebnisoffen mit den Leuten“, erklärt Conti. Dann vermittele sie die Menschen an die richtigen Ansprechpartner, wie beispielsweise die Energieagentur Region Göttingen. Vielen sei nicht bekannt, welche Förderungsmöglichkeiten es gebe, etwa Förderprämien für den Kauf eines neuen Kühlschranks für einkommensschwache Familien. Ziel sei mehr Energieeinsparung und mehr Klimaschutz. 

Ist verantwortlich für das Sanierungsmanagement: Architektin und Energieberaterin Sabine Conti .

Als angestoßene Projekte oder Entwicklungsideen nennt die Architektin Vorbereitungen zum Tag des Offenen Denkmals, einen Bürgerbus für Neumünden, Klimaschutzgespräche mit Gebäudebesitzern, die Überprüfung der Radwegeanbindung insbesondere entlang der Bundesstraße, einen energetischen Sanierungsfahrplan für die Brüder-Grimm-Schule. Zudem möchte sie prüfen, ob eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Schule sinnvoll ist, sie führe Kooperationsgespräche, auch mit den Versorgungsbetrieben Hann. Münden (VHM) oder der Energieagentur Region Göttingen (EARG). Zudem arbeite sie an der Organisation eines Straßenfests, bei dem die Anwohner ins Gespräch kommen sollen. Der Termin dafür sei abhängig von der Entwicklung der Coronapandemie.

Das Projekt Energetische Sanierung Neumünden wird zu 65 Prozent von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert. Verantwortlich für die förderrechtlichen Aspekte ist Heide Ernst vom Fachdienst Liegenschaften der Stadt Hann. Münden.

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