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Entwarnung in Hann. Münden: Schacht statt Blindgänger

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Von: Kira Müller

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Blindgängersuche: Der Verdachtspunkt beim Weserpark in Gimte war in Wirklichkeit ein Schacht. Das Loch wurde nach der Suche wieder zugeschüttet.
Blindgängersuche: Der Verdachtspunkt beim Weserpark in Gimte war in Wirklichkeit ein Schacht. Das Loch wurde nach der Suche wieder zugeschüttet. © Stadt Hann. Münden

Der Verdacht eines Blindgängers auf dem Gelände des städtischen Eigenbetriebs Stadtentwässerung hat sich nicht bestätigt. Der Verdachtspunkt entpuppte sich als Schacht.

Hann. Münden – Der Verdacht eines Blindgängers auf dem Gelände des städtischen Eigenbetriebs Stadtentwässerung im Bereich der Kläranlage am Weserpark im Ortsteil Gimte hat sich nicht bestätigt. Das teilte die Stadt Hann. Münden mit. Es handelte sich um einen alten Bodenschacht.

Hann. Münden: Blindgängerverdacht erhärtet sich nicht

Zuvor waren das Unternehmen Tauber gemeinsam mit einem Sprengmeister aus Hannover an den Verdachtspunkt gegenüber der Polizeiakademie angereist, um das verdächtige Objekt zu identifizieren. Aus Sicherheitsgründen wurde das Gelände vollständig abgesperrt. Der Verkehr wurde jedoch nicht beeinträchtigt.

Nachdem der Bombenverdachtspunkt aufgegraben wurde, konnte der Sprengmeister feststellen, dass es sich um einen alten Bodenschacht mit metallischer Rahmenfassung aus den 60er- oder 70er-Jahren handele. „Wir sind natürlich froh, dass es sich dabei nicht um ein Kampfmittel handelt“, sagt Stadtsprecher Mathias Simon.

Und auch die Archäologie hätte nicht benachrichtigt werden müssen, da es sich hierbei nicht um ein historisch relevantes Werk handele. So wurde das Loch wieder verschütten und gegen 12 Uhr hatten das Team des Unternehmens Tauber und der Sprengmeister ihre Arbeit beendet. Ob der Schacht langfristig im Boden bleibt oder zu einem späteren Zeitpunkt doch noch aus der Erde geholt werden soll, werde noch besprochen.

Hann. Münden: Mehrere Verdachtspunkte geprüft

In der vergangenen Woche gab es zunächst für den Verdachtspunkt an der Straße Vor der Bahn Entwarnung. Auch dort lag kein Kampfmittel in der Erde. Die Straße war kurzzeitig gesperrt, aber nach negativen Ergebnissen wieder freigegeben worden. Der dritte Verdachtspunkt auf dem Bahngelände wurde noch nicht untersucht. Die Deutsche Bahn hatte keine Genehmigung für eine Streckensperrung erteilt. Das Unternehmen kündigte jedoch an, dass die Untersuchungen im Laufe des Frühjahrs nachgeholt werden.

Hintergrund der Überprüfung der drei Verdachtspunkte waren Luftaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg, die vom Landesamt für Geoinformationen und Landesvermessung Niedersachsen, wegen Arbeiten am Glasfasernetz in Hann. Münden, ausgewertet wurden.

Bereits im Juli vergangenen Jahres hatte eine Fachfirma einen Verdachtspunkt am Stadtverwaltungsgebäude an der Böttcherstraße sowie drei auf dem Doktorwerder mit Sondierungsbohrungen und speziellen Messungen mittels einer Sonde untersucht, dabei aber keine Hinweise auf Kampfmittel im Boden gefunden. (Kira Müller)

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