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Hann. Münden: Neues Leben für Fachwerkhäuser beim DKKD-Festival

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Von: Thomas Schlenz

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Die Vorbereitungen laufen: Mitglieder des Vereins Denkmalkunst bereiten das Haus Lange Straße 20 für das Festival vor.
Die Vorbereitungen laufen: Mitglieder des Vereins Denkmalkunst bereiten das Haus Lange Straße 20 für das Festival vor. © Privat

Die Festivalorganisatoren des DKKD bereiten Gebäude in der Altstadt vor. Darunter gibt es auch eine Überraschung an der Langen Straße, das sogenannten „Sonnenuhr-Haus“. In 15 Denkmälern in der Altstadt wird es Ausstellung im Oktober 2022 geben.

Hann. Münden – Die Vorbereitungen für das siebte Denkmalkunst-Kunstdenkmal-Festival (DKKD) in Hann. Münden laufen weiter auf Hochtouren. Derzeit werden laut Veranstalter die Gebäude vorbereitet. Dabei sei es gelungen, einige „neue“ Häuser zu finden, also Denkmäler, die bisher noch nicht zugänglich oder nicht für die Denkmalkunst freigegeben waren, so die Veranstalter.

Hann. Münden: DKKD-Festival nutzt Sonnenuhr-Haus

Dazu gehörten etwa das Alte Pfarrhaus am Kirchplatz 7 und ein Teil der ehemaligen Gummifabrik in der Ziegelstraße 20. Ganz besonders freue sich das engere Vorbereitungsteam über ein sehr zentral gelegenes großes Haus: die ehemalige Apotheke in der Langen Straße 20, das „Sonnenuhr-Haus“ der Familie Haas. „Vor etwa einem Jahr begannen erste Gespräche im Hintergrund“, berichten Burkhard Klapp, Architekt und Stadtbildpfleger i.R., und Esther Niederhammer, Freie Journalistin, die die Verhandlungen gemeinsam geführt hätten.

„Schließlich konnten wir dem Vorstand des Trägervereins die Zusage der Familie Haas überbringen.“ Als auch die Bauaufsicht der Stadt Münden nach einem Ortstermin die Genehmigung für die Nutzung dieses Hauses zugesagt habe, sei die Freude entsprechend groß gewesen. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss würden im Herbst als Ausstellungsflächen für DKKD 2022 bespielt.

130 Künstler stellen in Hann. Münden im Oktober 2022 aus

Insgesamt werde es Ausstellungen in 15 Denkmälern der Altstadt geben. Auf diese Gebäude verteilen sich laut Veranstalter rund 130 überregionale und internationale Künstler. Hinzu kämen Orte, die für Outdoor-Kunst genutzt werden sollen, sowie Veranstaltungsräume in mindestens elf zusätzlichen Denkmälern. Und eine weitere Besonderheit haben die Organisatoren dieses Jahr dazugewonnen: Denn erstmals wird auch die MS Weserstein als Veranstaltungsort eingebunden.

„Für die Ehrenamtlichen heißt es noch einmal, alle Kräfte zu bündeln und den Turbo einzuschalten. Eine „Task Force“ hat diese Woche mit den Aufräumarbeiten in den ersten zwei Häusern begonnen. Denn bis zum Festival Anfang Oktober sind es nur noch 48 Tage“, so die Veranstalter. (Thomas Schlenz)

Leer stehendes Fachwerk in Szene gesetzt

Zum Festival Denkmalkunst – Kunstdenkmal (DKKD) werden im Oktober 130 Künstler in Hann. Münden ihre Werke präsentieren. Außerdem sind 45 Veranstaltungen geplant. Laut Verein Denkmalkunst sollen durch das Festival leer stehende Gebäude in der Mündener Altstadt durch Kunst so in Szene gesetzt werden, dass sie aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden und ins Blickfeld von potenziellen neuen Eigentümern geraten, die sie vor dem Verfall bewahren.

Für das DKKD-Festival wurde ein eigener Film entworfen, der unter anderem im Kino Hann. Münden gezeigt wird. Zudem soll das Kunstfest dieses Jahr jünger werden, Mithelfende werden noch gesucht.

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