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Feuerwehrmann gibt Tipps für sicheres Weihnachtsfest

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Von: Petra Siebert

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Feuer im Wohnzimmer: Kerzen und Lichterketten können eine Brandquelle sein.
Feuer im Wohnzimmer: Kerzen und Lichterketten können eine Brandquelle sein. © Maurizio Gambarini/dpa

Hann. Mündens Stadtbrandmeister Dieter Röthig gibt Tipps für ein sicheres Fest. Wir haben Fragen und Antworten von ihm zum sicheren Umgang mit Feuer gesammelt.

Altkreis Münden – Weihnachten ist eine Zeit der Ruhe und Entspannung. Doch beim Umgang mit Kerzen und Co. kann es schnell gefährlich werden. Damit jeder sicher durch die Weihnachtstage kommt, gibt Hann. Mündens Stadtbrandmeister Dieter Röthig einige Tipps zum Brandschutz.

Worauf sollte man beim Umgang mit Kerzen achten?

Man sollte immer daran denken, Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen wie zum Beispiel Vorhängen oder Geschenkpapier, oder an einem Ort mit starker Zugluft anzuzünden. Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung, an die Kinder und auch Haustiere nicht gelangen können. Ganz wichtig sei, Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen lassen, vor allem nicht, wenn Kinder dabei sind. Kerzen an Adventskränzen und Gestecken sollten gelöscht werden, bevor sie vollkommen runter gebrannt sind. Denn Tannengrün trocknet nach und nach aus und wird zur Brandgefahr.

Was gilt es zu beachten, wenn Kinder im Haushalt sind?

In Haushalten mit Kindern sollten vor allem am Weihnachtsbaum elektrische Kerzen verwendet werden. Wer sich für echte Kerzen entscheidet, sollte die Kerzen mit sicherem Abstand zu den Zweigen und der Dekoration anbringen. Wassereimer oder Feuerlöscher sollten stets in der Nähe stehen.

Dieter Röthig Stadtbrandmeister
Dieter Röthig, Stadtbrandmeister von Hann. Münden. © Privat

Welche Gefahren gehen von der Elektrik aus?

Auch hier ist ein Feuer nicht auszuschließen. Denn Kabelbrüche oder defekte Gummiisolierungen bergen ebenfalls Brandgefahr. Deswegen vor dem Anbringen die Glühlämpchen und Kabel überprüfen.   Am besten man kauft Lichterketten mit dem Prüfsiegel VDE und GS. So kann man mit dem Kauf geprüfter Lichterketten oder Steckdosen das Brandrisiko mindern. Bei einer aufwendigen Innen- oder Außenbeleuchtung durch Lichterketten und blinkenden Figuren sollten darauf geachtet werden, dass die Steckdosen nicht überlastet werden.

Und was, wenn es trotzdem zum Brand kommt?

Wenn es trotz der Sicherheitsmaßnahmen zu einem Feuer kommt, sollte man die Flammen nur dann löschen, wenn eine Eigengefährdung auszuschließen ist. Ansonsten Tür zum Brandraum, schließen, die Wohnung zügig verlassen und mit dem Notruf 112 die Feuerwehr alarmieren. Übrigens: Rauchmelder in der Wohnung verringern das Risiko, dass sich der Brand unbemerkt in der Wohnung ausbreitet enorm, da sie rechtzeitig Alarm geben. Diese kleinen Lebensretter gibt es günstig im Fachhandel, sie passen perfekt als Geschenk auf den Gabentisch.

Was halten Sie von kreativen Heizmethoden in der Energiekrise?

In der kalten Jahreszeit, wo wir es kuschelig warm haben wollen, der Strompreis steigt und die Gaspreise nach oben gehen, kommt der eine oder andere auf äußerst kreative Ideen, um die eigenen vier Wände warmzuhalten. Da wird aus der Gemütlichkeit schnell eine große Gefahr. Nicht selten werden dabei Teelichter, Kachelöfen aus Omas Zeiten oder sogar Grills eingesetzt. Neben einem erhöhten Brandrisiko durch diese Heizquellen kommt es hier aber auch zu Vergiftungsgefahren beispielsweise durch Kohlenmonoxid in geschlossenen Räumen. Das Atemgift mit der chemischen Formel CO entsteht, wenn kohlenstoffhaltige Brennstoffe unvollständig verbrennen, man kann es weder sehen, riechen noch schmecken.

Wie kann man sich vor dem gefährlichen Kohlenmonoxid (CO) schützen?

Nur CO-Melder können auf eine gefährliche Konzentration in der Raumluft aufmerksam machen. „Ich empfehle, einen Kohlenmonoxid-Warnmelder in Räumen mit Holz- oder Kohleöfen zu installieren, um die unsichtbare Gefahr rechtzeitig wahrzunehmen“, so Röthig. (Petra Siebert)

In Hann. Münden war die Feuerwehr vor Kurzem im Dauereinsatz. Die Feuerwehr in Staufenberg stellte ihre vorläufige Bilanz für 2022 vor.

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